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LINZ. Eine Million Euro hat die Stadt Linz in einen Corona-Solidaritätsfonds für in Notlagen geratene Linzer gegeben. Der Fonds ist heute (16. April) vom Stadtsenat einstimmig beschlossen worden. Förderungen können ab sofort beantragt werden

Mit dem Corona-Solidaritätsfonds der Stadt Linz werden in Not geratene Linzer unterstützt. (Foto: Marian Weyo/Shutterstock.com)

Der Solidaritätsfonds soll Linzer unterstützen, die durch die Corona-Krise in Notlagen geraten sind. Dieser Fördertopf umfasst insgesamt eine Million Euro und richtet sich sowohl an selbständige Unternehmer und Gewerbetreibende als auch an Arbeiter, Angestellte sowie arbeitslose Menschen mit Hauptwohnsitz Linz.

„Mitte der Gesellschaft mit voller Härte getroffen“

„Die aktuelle Krise trifft nicht nur große Wirtschaftsbetriebe und Organisationen. Ihre Auswirkungen haben vielmehr die Mitte der Gesellschaft in voller Härte getroffen: Arbeitnehmer, kleine Unternehmer und Gewerbetreibende sowie vor allem Menschen, die auch bisher jeden Euro zweimal umdrehen mussten, um ihre Ausgaben zu stemmen. Ich sehe es als Pflicht der Stadt Linz, Menschen zu unterstützen, die unverschuldet in diese Ausnahmesituation gekommen sind und bei denen bestehende Förderangebote nicht greifen. Meine Überzeugung ist, dass individuelle Abwärtsspiralen schnellstmöglich und mit allen Mitteln gestoppt werden müssen. Das gebietet die Solidarität, das sind wir den Menschen schuldig, denen es jetzt sehr schlecht geht“, so Bürgermeister Klaus Luger zu den Motiven des Regierungsbeschlusses.

Voraussetzungen für Einmal-Förderung

Um Mittel aus dem Linzer Solidaritätsfonds beantragen zu können, zieht die Stadt Linz bei der Überprüfung der Förderwürdigkeit das frei verfügbare Einkommen (Nettoeinkommen abzüglich der Fixkosten) der Antragsteller heran. Voraussetzung ist ein Corona-bedingter Verdienstentgang von mindestens 25 Prozent. In Einzelfällen kann eine Unterstützung bereits ab einem Einkommensverlust von zehn Prozent gewährt werden.

Im Fall von Gewerbetreibenden und selbständigen Unternehmern darf der Jahresumsatz zwei Millionen Euro bei weniger als zehn beschäftigten Mitarbeitern (Vollzeitäquivalent) nicht übersteigen. Voraussetzung für eine Unterstützung aus diesem Härtefälle-Fonds ist, dass Betroffene Zahlungen aus anderen Covid-19-Unterstützungsfonds des Bundes oder des Landes Oberösterreich nicht in Anspruch nehmen können.

Die Einmal-Förderungen umfassen zwischen 200 und 400 Euro und richten sich nach der Höhe des individuellen Einkommensverlustes nach Abzug der Fixkosten.

Auch Vizebürgermeister Markus Hein zeigt sich überzeugt, dass der Fonds ein sehr treffsicheres Instrument sei. „Mir war es wichtig, dass diejenigen, die wegen der Corona-Krise von einem auf den anderen Tag ihre Einnahmequelle oder Arbeit verloren haben und praktisch vor dem Nichts standen, rasch Hilfe bekommen. Natürlich können die städtischen Zuschüsse, die nicht zurückbezahlt werden müssen, bei vielen nicht annähernd alle tatsächlichen finanziellen Verlust abdecken – aber es ist ein Anfang.“

Förderung auch für Ankauf nötiger Geräte wie Laptops

Darüber hinaus unterstützt die Stadt auch Menschen, die seit Ausbrechen der Corona-Krise außergewöhnliche finanzielle Belastungen – etwa ein kaputtes, notwendiges Haushaltsgerät – stemmen müssen, mit Einmal-Zahlungen von bis zu 300 Euro. Vorgesehen ist diese Förderung auch für den Ankauf von Geräten wie Laptops, Standrechner oder Tablets für Homeschooling. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, dass die Stadt hier ebenfalls eine Unterstützung gewährt und somit dazu beiträgt, dass Schüler nicht wegen fehlender technischer Ausstattung vom Unterricht ausgeschlossen werden“, betont Bildungsstadträtin Eva Schobesberger. Anspruch auf diese besondere Unterstützung, haben Personen, deren frei verfügbares Einkommen nach Abzug von Fixkosten, wie Miete oder Versicherung weniger als 500 Euro beträgt.

Alle Infos, Richtlinien und Anträge unter https://www.linz.at/solidaritaetsfonds.php

Nachträglicher Gemeinderats-Bechluss

Die Entscheidung des Stadtsenates wird dem Linzer Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 14. Mai zum nachträglichen Beschluss vorgelegt.

Informationen, Richtlinien und Anträge zum Linzer Solidaritätsfonds: www.linz.at/solidaritaetsfonds.php


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