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OÖ/LINZ. Laut einer Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank sehen 34 Prozent der österreichischen Anleger durch die Corona-Pandemie eine vielversprechende Gelegenheit, um an den Aktienmärkten mitzumischen.

 (Foto: Freedomz/Shutterstock.com)
(Foto: Freedomz/Shutterstock.com)

„Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Orientierung der Sparer in Richtung Wertpapierveranlagung deutlich spürbar. Denn eine Auswirkung der Corona-Pandemie ist auch, dass uns das niedrige Zinsniveau noch länger erhalten bleiben wird“, erklärt Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende Sparkasse Oberösterreich. 44 Prozent der Männer sehen, laut Studie,  gute Chancen, mit Geldanlagen an den Aktienmärkten, Gewinne erzielen zu können. Im Gegensatz zu den Anlegerinnen, wo nur jede Vierte (24 Prozent) die aktuelle Börsenlage als Potenzial für gute Investments einschätzen würde.

Spar- und Anlageformen im Überblick

Während Sparklassiker, wie das Sparbuch mit 58 Prozent (-4PP), der Bausparvertrag mit 41 Prozent (-9PP) oder die Pensionsvorsorge mit 27 Prozent (-5PP) in der Attraktivität im Vergleich zum Vorjahr zurück fallen, legen Wertpapiere (Fonds, Aktien und Anleihen) um 3 Prozentpunkte auf 30 Prozent zu. Anlageformen wie Gold (14 Prozent, -8PP) und Immobilien (13 Prozent, -3PP) müssen aber ebenfalls einen Dämpfer erfahren. Mit 81 Prozent (-2PP) wollen heuer nahezu gleich viele Befragte generell Geld in den nächsten zwölf Monaten veranlagen. Die durchschnittlich geplante Veranlagungssumme liegt dabei gleichermaßen im Trend des letzten Jahres und beläuft sich auf 4.400 Euro (+200 Euro). „Allgemein ist es ratsam, nicht alles auf einmal zu investieren und auf eine Karte zu setzen, sondern fallende Kurse zum Einstieg beziehungsweise Nachkauf zu nutzen, am besten mit einem Fondsplan“, so Huber.

Sichtbare Zunahme der Kredithöhe

Die Zahl derjenigen, welche eine größere Anschaffung planen, ist im 12-Monats-Trend um 10 Prozentpunkte gesunken. Nur mehr 31 Prozent geben an, ein geldintensives Vorhaben zu planen. Über einen Bankkredit oder ein Bauspardarlehen wollen das Vorhaben aber 14 Prozent (+3 PP) finanzieren und planen offensichtlich eine höhere Summe dafür aufzunehmen: Die geplante Kredithöhe steigt um 57 Prozent von im Schnitt 59.600 Euro vor einem Jahr, auf nun 93.800 Euro. Aufgrund der aktuell zugespitzten Situation in der Corona-Krise wird sich zeigen, inwieweit an diesen Plänen festgehalten werden kann.


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