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OÖ/NÖ. Wie geht es weiter mit den Universitäten und den Hochschulen: Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, die Präsidentin der Universitätenkonferenz Sabine Seidler und der Präsident der Fachhochschul-Konferenz Raimund Ribitsch haben weitere Schritte bekannt gegeben. Für die Medizin-Aufnahmeprüfung gibt es zwei mögliche Ersatztermine.

Symbolfoto (Foto: Rido/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: Rido/Shutterstock.com)

Von einem „Hochfahren“ der Unis und Hochschulen zu sprechen, sei kein korrekter Begriff, weil der Betrieb ja weitergelaufen sei, so Faßmann. Der bessere Begriff sei „Durchstarten“. Nach vielen Gesprächen mit allen Beteiligten wurde ein Plan für die kommenden Wochen ausgearbeitet.

Natürlich gelten die allgemeinen Regelungen wie Abstand halten, Mund-Nasenschutz und Desinfektion.

Plan für Prüfungen

Prüfungen werden als digitale Distanzprüfungen abgehalten. Mündliche Einzelprüfungen ab Mitte Mai via Videotools, schriftliche Prüfungen ebenfalls digital, wobei hier die Prüfungsfragen anders konzipiert werden, ein abschreiben nicht möglich ist. „Es muss gelernt werden“, so Faßmann.

Die Anzahl großer Prüfungen werden deutlich reduziert – diese werden geplant mit großen Arbeitsflächen, lockerer Sitzordnung und großer Distanz. Gegen Ende des Sommersemesters werde es auch Abschlussprüfungen mit Verteidiung von Abschlussarbeiten mit kleinen Kommissionen und in großen Räumen geben.

Unterricht

Für den Unterricht mit Präsenzlehre wie Laborübungen oder künstlerischer Einzelunterricht werde es maßgeschneiderte, abgespeckte Versionen geben. Der Forschungsbetrieb sei nie gänzlich zum Erliegen gekommen – aber all das werde jetzt auch schrittweise wieder ermöglicht mit Labors, Archiven und Bibliotheken. Noch nicht stattfinden könnten größere Symposien oder Fachkonferenzen.

Faßmann gegen Rückerstattung der Studiengebühren

Es sein ein sogenanntes „Neutrales Semester“ eingeführt worden, um  Studienbeihilfen-Bezieher den finanziellen Druck zu nehmen: Der Anspruch auf die Beihilfe bleibt, auch wenn das Studium eingeschränkt ist, gleichzeitig wurden die Fristen der Anspruchsdauer der Beihilfe um ein Semester verlängert, gleiches gilt für die Familienbeihilfe.

Von der Forderung der ÖH, die Studiengebühren für dieses und kommendes Semester zurückzuerstatten, hält Faßmann nichts. „Die Unis und Hochschulen tun alles, um das Semester durchzuführen, daher ist es nicht einsichtig, darauf zu verzichten“, so Faßmann. Dass eine pauschale Rückerstattung finanziell für die Unis nicht leistbar sei, sagt auch die Präsidentin der Universitätenkonferenz Sabine Seidler. Bei Studien, wo das studieren aber jetzt nicht gut möglich war, werde man sich das individuell ansehen müssen.

Um die Fachhochschulen zu entlasten, bekommen diese kurzfristig vom Bund Planungs- und Finanzierungssicherheit bis nächsten Sommer 2021.

„Kein verlorenes Semester“

„Die Herausforderung ist es gewesen, trotz virtueller Distanz die Nähe zum Studierenden zu schaffen, und die Lehrveranstaltungen in den Online-Modus zu bringen, in jener Qualität, in der sie erwartet wird. Jetzt tun wir alles, um wieder zur Normalsituation – mit allen einzuhaltenden Maßnahmen – zurückzukehren“, so der  Präsident der Fachhochschul-Konferenz Raimund Ribitsch.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Kleingruppenlehre an den Unis wieder aufzunehmen“, so auch Sabine Seidler. Die größte Herausforderung bei den Präsenzprüfungen sei die Logistik und die Studierendenströme so zu lenken, dass die Regeln eingehalten werden können.

Dort wo es notwendig sei, werden die Angebote für Studierende auch im Sommer aufrecht bleiben. „Wir tun alles dafür, dass das Semester für Studierende kein verlorenes Semester ist.“

Medizin-Aufnahmeverfahren

Für das von 3. Juli verschobene Aufnahmeverfahren für Human- und Zahnmedizin gibt es zwei mögliche Alternativtermine: der 14. August oder ein Tag in der letzten Septemberwoche. Die klare Präferenz liege bei 14. August, aus guten Gründen, so Faßmann: „Die Unis haben hier die Möglichkeit, mehrere Standorte anzumieten, damit aus einer Großveranstaltung viele kleinere werden können. Die Studienbewerber haben Zeit für die Vorbereitung und, wenn nötig, Zeit, sich Studien-Alternativen zu suchen.“


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