Zunehmende Mietsorgen: 30 Prozent mehr Anfragen bei der Mietervereinigung OÖ

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Karin Seyringer Tips Redaktion Online Redaktion 04.07.2020 10:00 Uhr

OÖ/LINZ. Die Mietervereinigung OÖ ist seit Mitte Mai wieder für ihre Mitglieder auch in den Büroräumlichkeiten erreichbar, während des Corona-Lock-Downs waren die Spezialisten für Mietrechtsfragen online für die Sorgen und Fragen da. Um 30 Prozent sind die Anfragen gestiegen, teilt die Vereinigung mit. Hauptproblem: Die Miete bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit bezahlen zu können. Die Politik sei gefordert.

„Wir haben einen starken Zuwachs bei den Anfragen über E-Mail und unseren Facebook-Kanal“, so Landesgeschäftsführerin Nicole Hager-Wildenrotter. Die größte Sorge: Mietzahlungen bei fehlendem oder gesunkenem Einkommen.

„Aktuell erreichen uns immer mehr Hilferufe, weil Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit sind. Während viele, auch dank unserer Unterstützung, in den letzten Monaten Mietstundungen erhielten, läuft jetzt die Kostenwelle wieder voll an. Und es ist nach wie vor unklar, ob die gestundeten Mieten nicht spätestens Anfang nächsten Jahres nicht doch noch nachbezahlt werden müssen. Das wäre dann, wenn die Arbeitslosigkeit möglicherweise wieder in die Höhe schnellt, weil die Corona-Konjunkturauswirkungen auf die Saisonarbeitslosigkeit treffen“, erzählt Hager-Wildenrotter von den Sorgen der Klienten.

Politik gefordert

Da die Mietervereinigung zwar bei der Überprüfung von Mietverträgen und Betriebskostenabrechnungen helfen kann und oftmals zu viel verlangte Beträge zurückfordern kann, gegen das aktuelle Grundproblem aber machtlos ist, sei hier die Politik gefordert. „Selbst die ganz normale, gerechtfertigte Mietvorschreibung überfordert derzeit immer mehr Menschen, weil 100 Prozent Miete nur 55 Prozent Einkommen gegenüberstehen“, so die Problemlage.

„Wir appellieren dringend an die Landespolitik, vor diesen Problemen die Augen nicht zu verschließen und rasch weitere Hilfen für Mieter ins Leben zu rufen“, so die Landesgeschäftsführerin der Mietervereinigung OÖ. Gefordert wird etwa höheres Arbeitslosengeld.

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