Achleitner: „Photovoltaik-Nutzung auf Oberösterreichs Dächern soll schlicht zum Standard werden“

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 03.08.2020 18:02 Uhr

OÖ. Mit einer eigenen „OÖ. Photovoltaik-Strategie“ will das Land OÖ die Energiewende weiter forcieren. Anfang 2021 soll diese vorliegen. „Die PV-Nutzung auf Oberösterreichs Dächern soll schlicht zum Standard werden“, so Energie-Landesrat Markus Achleitner. Zudem werde E-Mobilität durch Bundes- und Landesmittel ausgebaut, etwa durch Schnellladeinseln in Gemeinden.

„Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren bereits gewaltige Fortschritte beim Umstieg auf erneuerbare Energieträger gemacht. Für uns ist das aber kein Grund sich zurückzulehnen, sondern viel mehr Ansporn, noch einen weiteren Zahn zuzulegen, unsere Bemühungen und vor allem Förderanreize noch weiter auszubauen. Denn die bisherigen Erfolge zeigen vor allem eines: Die Oberösterreich sind bereit bei der Energienutzung verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln, das wollen wir durch entsprechende Rahmenbedingungen noch intensiver unterstützen“, so Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

OÖ. Energiebericht: Ausbau erneuerbarer Energien deutlich gestiegen

Wie der aktuelle OÖ. Energiebericht zeigt, sind die energiebedingten Treibhausgasemissionen in Oberösterreich sind um 8,7 Prozent gesunken, der Gesamtenergieverbrauch um 5,7 Prozent. „Der Ausbau erneuerbarer Energie ist seit 2005 deutlich gestiegen, rund 35 Prozent des Endenergiebedarfs kommen aus Biomasse, Wasserkraft und Sonnenenergie. Der Verbrauch an Heizöl konnte in den letzten 12 Jahren von rund 300 Millionen Litern auf nunmehr knapp 200 Millionen Liter reduziert werden“, betont Landesrat Achleitner.

Er verweist auch auf die laufende „AdieuÖl“-Kampgange des Landes OÖ: 2019 wurden über 3.000 alte Heizkessel in OÖ auf erneuerbare Heizungen getauscht. Insgesamt 8.900 Euro Förderung kann man sich von Bund und Land OÖ beim Heizkesseltausch abholen.

Vorteile auch für Wirtschaft

Der Umstieg auf erneuerbare Energie unterstütze nicht zuletzt die heimische Wirtschaft. „Das entspricht vor allem auch ganz klar unserem Credo, dass Wirtschaft und Klimaschutz kein Gegensatz sind, sondern die Umsetzung der Energiewende für beide Bereiche Vorteile bringt. Auch wir sehen den Klima- und Umweltschutz nicht nur mit einem Auge, sondern wir wollen die Energiewende ganz bewusst wirtschaftlich und sozial verträglich gestalten“, betont Achleitner.

Nächster Ausbauschwung durch OÖ. Photovoltaik-Strategie

In Oberösterreich das größte Potenzial zu weiterem umweltverträglichen Ausbau habe die Photovoltaik. Deshalb setzt das Land OÖ nun hier einen Schwerpunkt. „Der Ausbau auf Dächern die höchste Priorität. Danach kommt die Nutzung von Flächen, welche bereits verbaut oder anderweitig belastet sind wie Halden, Deponien, Brach- oder Verkehrsflächen. Erst an letzter Stelle steht der PV-Freiflächenausbau, natürlich unter Einhaltung vorgegebener fachlicher Kriterien“, erläutert Landesrat Markus Achleitner die Zielsetzungen beim Ausbau der Photovoltaik.

Im Sommer laufen die Vorarbeiten für eine eigene „OÖ. Photovoltaik-Strategie“, Anfang 2021 soll diese dann vorliegen.

„Die PV-Nutzung auf Oberösterreichs Dächern soll schlicht zum Standard werden. Das ist unser erklärtes Ziel, das wir mit unserer OÖ. Photovoltaik-Strategie verfolgen“, unterstreicht Landesrat Markus Achleitner.

Zusätzliche Landesmittel bei E-Mobilität

Bei der E-Mobilität wird laut Achleitner mit zusätzlichen Landesmittel die vom Bund gestartete E-Mobilitätsoffensive unterstützt. Unter den Maßnahmen: Die Errichtung von Schnell- und Ultraschnellladeinseln für E-Fahrzeuge in oberösterreichischen Gemeinden zur Stärkung des ländlichen Raumes. Genehmigte Standorte sind aktuell Mattighofen, Vöcklabruck, Eberstalzell, Bad Ischl, Grieskirchen, Rohrbach i.M., Freistadt (Aufrüstung), Bad Zell, Walding und Engerwitzdorf.

Schon seit 2017 unterstützt das Energie-Ressort des Landes OÖ Ankauf und Installation von Intelligenten E-Ladestationen für private Haushalte. Durch die Bundesförderung werde diese Landesförderung noch attraktiver, so Achleitner.

Die dritte Maßnahme im Bereich der E-Mobilität umfasst das Sonderförderprogramm „Ladestationen im mehrgeschossigen Wohnbau“, das im Dezember 2019 angelaufen ist.

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