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LINZ. Am 1. September 2010 war Einsatzbeginn für den Linzer Ordnungsdienst. Zehn Jahre und 170.000 Fälle später stellt die Stadt der zu Beginn nicht unumstrittenen „Stadtwache“ ein gutes Zeugnis aus. Die Linzer ÖVP pocht auf den weiteren Ausbau der Kompetenzen.

Am 1. September 2010 war Einsatzbeginn für den Linzer Ordnungsdienst. (Foto: Stadt Linz / Mayr)
Am 1. September 2010 war Einsatzbeginn für den Linzer Ordnungsdienst. (Foto: Stadt Linz / Mayr)

Seit 1. September 2010 sind die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes im Linzer Stadtgebiet unterwegs. Bei ihren täglichen Rundgängen auf Straßen, Plätzen, öffentlichen Anlagen und durch öffentliche Verkehrsmittel achten sie auf Sauberkeit und Ordnung und sind Ansprech-Partner für die Bürger.

In den vergangenen Jahren hat sich das Aufgabenspektrum des Ordnungsdienstes vor allem durch die Überwachung des ruhenden Verkehrs und zuletzt durch die Corona-Pandemie wesentlich erweitert. Alleine in den vergangenen fünf Jahren wurden beinahe 131.000 Fälle bearbeitet. Insgesamt waren es seit Bestehen in einem Jahrzehnt an die 170.000 Fälle.

Luger: „Aus dem Stadtgebiet nicht mehr wegzudenken“

„Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes sind aus dem Linzer Stadtgebiet nicht mehr wegzudenken. Der Ordnungsdienst ist zu einer bedeutenden Serviceeinrichtung geworden, die von der Linzer Bevölkerung positiv wahrgenommen wird“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Raml: „Wertvolle Unterstützung der Polizei“

„Der Ordnungsdienst ist eine 10-jährige Erfolgsgeschichte, eine wertvolle Unterstützung der Polizei und der städtischen Verwaltung. Mein größtes Lob gilt allen Mitarbeitern, die sich ständig weiterentwickeln und das permanent wachsende Aufgabenspektrum bewältigen. Flexibilität, Feingefühl und Einsatzbereitschaft zeichnen die stadteigenen Sicherheitskräfte aus, die mit ihrer Präsenz und ihren Einsätzen die Lebensqualität in Linz wesentlich erhöhen“, berichtet Sicherheitsstadtrat Michael Raml, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der OSL GmbH ist.

Herausforderungen im Corona-Jahr

2020 brachte durch die Corona-Pandemie neue Herausforderungen: So stehen sie unter anderem zur Sicherung der Rathäuser im Patrouillen-Dienst.

Manhal: „Ordnungsdienst soll mehr Aufgaben bekommen“

„Die Linzer Volkspartei hat sich von Beginn an für die Erweiterung der Aufgaben des Ordnungsdienstes eingesetzt und sich für mehr Effizienz und mehr Zweckmäßigkeit im Einsatz sowie für eine bessere Wirksamkeit der Aufsichtsorgane ausgesprochen – und wir werden das auch in Zukunft tun“, betont LAbg. Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei.

Rechtliche Möglichkeiten dafür gebe es genug: Das OÖ. Polizeistrafgesetz ermöglicht es den Gemeinden, besondere Aufsichtsorganen wie den Ordnungsdienst neben der Überwachung der Bettelei auch mit der Kontrolle der Einhaltung der Bestimmungen zur Anstandsverletzung, zur Abwehr von Belästigungen und zur Sicherung des Gemeingebrauchs sowie mit der Kontrolle der Einhaltung von Lärmschutzbestimmungen und ortspolizeilicher Verordnungen zu betrauen. „Die Stadt Linz nutzt diese Möglichkeiten – außer bei der Betrauung mit der Einhaltung der Bestimmungen der Bettelei sowie der Überwachung ortspolizeilicher Verordnungen – jedoch leider zu wenig“, bemängelt Manhal.


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