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Sozialistische Jugend sammelt 7.000 Unterschriften für den freien Seezugang

Anna Stadler, 30.09.2020 13:54

OÖ/SALZKAMMERGUT/LINZ. Für einen freien Seezugang setzt sich die Sozialistische Jugend ein und hat 7.000 Unterschriften dafür gesammelt.

(v.l.) Stich, Andree und Makor mit den Unterschriften vor dem Linzer Landhaus (Foto: MecGreenie Production)

Mit ihrer Sommer-Initiative „Platz da!“ hat sich die Sozialistische Jugend (SJ) für den freien Seezugang stark gemacht. „Der Großteil der österreichischen Seeufer ist im Privatbesitz, während die große Mehrheit im Sommer keinen Platz zum Baden hat“, kritisieren Sozialistische Jugend-Vorsitzender Paul Stich und SJ Oberösterreich-Vorsitzende Nina Andree. In Rahmen der Aktion wurden 7.000 Unterschriften gesammelt. Diese wurden jetzt in Kisten zum Landhaus gebracht. „Der Landeshauptmann muss endlich etwas tun, um unsere Seeufer zu befreien“ so Stich und Andree. Die Petition wird in den kommenden Wochen in den Landtag eingebracht.

Modell wie am Bodensee gefordert

„Unsere Petition hat gezeigt, dass das Thema vielen Menschen wichtig ist“, so Andree. „LH Stelzer ist jetzt bis zum nächsten Sommer gefordert, endlich etwas zu unternehmen. Wir brauchen in diesem Bereich eine Trendwende: Weniger private Seeufer für Superreiche. Mehr Platz für die Bevölkerung.“ Stich schlägt vor, die Regelung des Bodensees auf alle Österreichischen Seen auszuweiten: „Ein zehn Meter breiter Streifen am Seeufer soll frei zugänglich gemacht werden. Österreichs Naturschätze können nicht weiter mit einem Preisschild versehen und verscherbelt werden. Jede Person in diesem Land soll unsere Berge besteigen, in unseren Wäldern wandern oder in unseren Seen schwimmen dürfen. Und zwar unabhängig von der Dicke des eigenen Geldbörsels.“

Unterstützung durch SPÖ-Klubvorsitzenden

Dies sieht auch der Klubvorsitzender der SPÖ im OÖ Landtag Christian Makor so. Er war im Sommer in ganz Oberösterreich unterwegs und hat viele Gespräche geführt. Die Kritik, an zu wenig öffentlichen Seezugängen, kam von Vielen. „In den wenigen öffentlichen Seebädern war in diesem Sommer, auf Grund der Corona-Abstandsregelungen, besonders wenig Platz. Es kann nicht sein, dass die einen ausgesperrt sind, nur damit ein paar Superreiche ihren Zweitwohnsitz mit Seeblick genießen können. Hier muss sich endlich etwas tun“, stimmt Makor der Sozialistische Jugend zu.


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