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LINZ. Der 6. Oktober ist in Oberösterreich Equal Pay Day. Das heißt, schon am 6. Oktober hat ein Mann in Oberösterreich so viel verdient wie eine Frau in einem ganzen Jahr. Die ÖGB-Frauen OÖ haben daher in Linz eine Straßenaktion veranstaltet, um darauf aufmerksam zu machen. Die Forderung: 1.700 Euro Mindestlohn in allen Kollektivverträgen. Auch die Sozialistische Jugend protestierte.

Straßenaktion des ÖGB OÖ zum Equal Pay Day in Linz (Foto: ÖGB OÖ)
  1 / 4   Straßenaktion des ÖGB OÖ zum Equal Pay Day in Linz (Foto: ÖGB OÖ)

Frauen in Oberösterreich verdienen um 23,8 Prozent weniger: Schon am 6. Oktober hat ein Mann in Oberösterreich so viel verdient wie eine Frau in einem ganzen Jahr. Dieser Stichtag – der Equal Pay Day – wird im Industriebundesland Oberösterreich besonders früh begangen.

Straßenaktion

Um darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen auch bei gleicher Leistung immer noch weniger verdienen als Männer, setzten die ÖGB-Frauen OÖ bei Straßenaktionen ein Zeichen. Mit Plakaten informierten sie an der Waldeggstraße, beim Chemie-Kreisverkehr und bei der Autobahnabfahrt Dornach. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie groß die Einkommensunterschiede in unserem Bundesland immer noch sind“, so ÖGB-Frauenvorsitzende Elfriede Schober.

1.700 Euro Mindestlohn gefordert

Ein Schritt in die richtige Richtung wäre ein Mindestlohn von 1.700 Euro in allen Kollektivverträgen. „Von dieser Erhöhung würden vor allem Frauen profitieren, arbeiten doch gerade Frauen häufig in Branchen mit niedrigen Einkommen“, so Schober. „Überfällig wären außerdem kürzere Arbeitszeiten, um die Arbeit – auch die unbezahlte Arbeit zu Hause - gerechter zwischen den Geschlechtern zu verteilen.“

Auch Sozialistische Jugend protestiert

Unter dem Motto „Frauen, legt die Arbeit nieder!“ protestiert auch die Sozialistische Jugend am Equal Pay Day in Linz gegen die Lohnschere zwischen Mann und Frau. „Frauen in Oberösterreich verdienen immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Heute ist der Tag, ab dem sie für ihre Arbeit nicht mehr entlohnt werden. Das wollen und werden wir nicht hinnehmen. Wir rufen dazu auf die Arbeit niederzulegen!“ erklärt Eva Reiter, die Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Oberösterreich.

Vorgeschlagen wird ein Gesetz nach isländischem Vorbild: „In Island müssen Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern belegen, dass sie weibliche und männliche Angestellte gleich entlohnen. Auch in Österreich braucht es dringend eine gesetzliche Regelung,“ meint Anna Prünner, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich.


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