Künstliche Intelligenz dient allen: Neues Expertinnen-Netzwerk in Oberösterreich gegründet
OÖ/LINZ. Die internationale Non-Profit-Organisation „Women in AI“ will Diversität im Bereich Künstliche Intelligenz fördern und die Sichtbarkeit und Beteiligung von Frauen erhöhen. Mit einem Themenabend mit Expertinnen-Talk am Open Innovation Center der JKU Linz fiel der Startschuss für die Oberösterreich-Organisation „Women in AI in Upper Austria“.

„Women in AI“ ist ein internationaler Do-Tank, der sich zum Ziel setzt, die Diversität im Fachbereich Künstliche Intelligenz zu fördern und die Sichtbarkeit und Beteiligung von Frauen zu erhöhen. Durch Bildung, Forschung, Veranstaltungen und Veröffentlichungen sollen Empowerment, Wissen und aktive Zusammenarbeit gefördert werden. Mit der neuen, lokalen Gruppe in Oberösterreich wird die internationale Gemeinschaft nun auch am Industriestandort Oberösterreich repräsentiert. Das Netzwerk bringt alle Expertinnen aus Linz, Hagenberg, Wels, Steyr, dem Salzkammergut, Schärding und allen weiteren Orten des Bundeslandes zusammen.
Startschuss mit Themenabend
Beim Launch Event an der Johannes Kepler Uni standen ethische Aspekte der Künstlichen Intelligenz (KI) im Bereich des autonomen Fahrens und im öffentlichen Sektor im Mittelpunkt. Die Fachexpertinnen und das Publikum diskutierten, mit welchen Methoden es gelingen kann, vertrauenswürdige und inklusive künstliche Intelligenz zu schaffen. Die Veranstaltung wurde von Women in AI Upper Austria organisiert und von Frauenlandesrätin Christine Haberlander, dem Frauenreferat des Landes Oberösterreich und dem JKU Open Innovation Center unterstützt.
Technologie muss Gesellschaft dienen
Die Technologie müsse in Zukunft uns allen als Gesellschaft dienen, so der Tenor. Der Vizerektor für Innovation und ForscherInnen der JKU Christopher Lindinger betonte in seiner Ansprache, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch und Diversität für zukünftige Innovationen sei.
Karin Bruckmüller, Professorin für Strafrecht an der Sigmund-Freud Universität Wien und Projektleiterin an der JKU, ging auf die Herausforderungen von KI im Bereich des autonomen Fahrens ein und stellte mit den Ethik-Richtlinien für vertrauenswürdige KI der EU einen möglichen Lösungsansatz vor. Katrin Strasser (Cloudflight), stellte anhand des AMS-Algorithmus und von Gesichtserkennung im öffentlichen Raum zwei kritische Anwendungsfälle der KI vor.
Die Beteiligung an der anschließenden Podiumsdiskussion mit den Vortragenden und Lisa Ehrlinger vom Software Compentence Center Hagenberg war sehr rege - vor Ort wie auch via Live-Stream - schließlich wird KI immer präsenter im Alltag und betrifft die gesamte Gesellschaft.


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