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OÖ. Relativ stabil zeigte sich der oberösterreichische Arbeitsmarkt im Oktober - im Vergleich zum September ist die Arbeitslosenquote sogar leicht gesunken. Im Bundesländervergleich lag Oberösterreich damit auf Platz 1.

Symbolfoto (Foto: Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Weihbold)

„Der heimische Arbeitsmarkt zeigt sich auch im Oktober stabil, wenngleich auf hohem Niveau der Arbeitslosigkeit, der Abstand der Anzahl der Vorgemerkten zum Vorjahr hat sich sogar leicht reduziert“, Iris Schmidt, Stv. Landesgeschäftsführerin des AMS OÖ. Die Arbeitslosenquote betrug in Oberösterreich im Oktober 5,4 Prozent (österreichweit 8,7 Prozent) – damit weist Oberösterreich die niedrigste Arbeitslosenquote aller Bundesländer auf. Im Vergleich zum September ist das eine Verbesserung um 0,1 Prozent. Insgesamt waren in OÖ 38.633 Personen im Oktober arbeitslos. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 7.814 oder 25,4 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten lag bei 676.000 Personen (‐7.000 bzw. 1,0 Prozent weniger als im Vorjahr).

Männer und Frauen annähernd gleich betroffen

Die Arbeitslosigkeit stieg bei den Frauen um 3.717 auf 18.445 (+25,2 Prozent), bei den Männern zeigte sich ein Anstieg von 4.097 auf 20.188 (+25,5 Prozent) ab. Bei den Jugendlichen (unter 25 Jahre) erhöhten sich die Vorgemerktenzahlen um 14,4 Prozent auf 4.691, bei Personen über 55 Jahre fiel der Anstieg zwar stärker aber dennoch unter dem OÖ‐Schnitt aus (+1.572; +24,0 Prozent auf 8.128). Der größte relative Zuwachs findet sich in der Gruppe der 35 bis 39‐Jährigen (+1.138 auf 4.318; +35,8Prozent).

Rund 18.000 offene Stellen

Ende Oktober standen beim AMS OÖ 18.171 offene Stellen zur Verfügung, um 3.142 bzw. 14,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem waren 2.044 sofort verfügbare Lehrstellen (-26 Stellen bzw. -1,3 Prozent) und 659 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (+33 Suchende; +5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gemeldet.

Unsichere Zukunft

„Ob und inwieweit der neuerliche Lockdown Auswirkung auf die Arbeitslosigkeit hat, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen“, so Schmidt.

„Es ist eine kurze Verschnaufpause auf wackeligem Untergrund. Oberösterreich hat zwar bundesweit die niedrigste Arbeitslosigkeit. Auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit hat sich leicht abgebremst. Aber für die Betroffenen ist das kein Trost und große Belastungsproben stehen noch bevor“, so auch die Grüne Arbeitsmarktsprecherin Ulrike Schwarz.

Weiterbildung für Zukunftsperspektiven und gegen Fachkräftemangel

Dass Fachkräfte weiter dringend gesucht werden, ist auch in der derzeitigen Situation Tatsache. Denn trotz hoher Arbeitslosigkeit hat sich der Fachkräftemangel nicht wirklich reduziert. Schwarz fordert daher, dass die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen auch in Oberösterreich abgerufen werden. „Mit Stiftungsmaßnahmen oder Fachkräfte-Stipendien können wir den Menschen eine Zukunftsperspektive geben. Auch hier gilt es, die regionalen Gegebenheiten zu berücksichtigen und noch mehr gemeinsam mit dem Regionalausschuss (WIKA, AK und AMS) passende Angebote zu schnüren“, betont Schwarz.


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