So schützt man sich vor Unfällen im Toten Winkel
OÖ. Rund um Autos, Lkws und Busse gibt es Bereiche, wo Personen, die dort gerade mit dem Zweirad, dem Scooter oder zu Fuß unterwegs sind, vom Fahrzeuglenker einfach nicht gesehen werden können. Diese Stellen werden als „Tote Winkel“ bezeichnet. Die Bereiche sind vor, hinter sowie rechts und links von Lkws und Bussen.

Um sich vor Unfällen zu schützen, gibt die AUVA-Landesstelle Linz folgende fünf Sicherheitstipps:
1. Schulterblick an Kreuzungen
Bei Kreuzungen einen Schulterblick nach links machen, um zu sehen, ob sich von hinten Rechtsabbieger nähern. Nicht nur bei großen Fahrzeugen, auch bei Abbiegemanövern von Pkws kann man sich als Fußgänger, Zweirad- oder Scooterfahrer im Toten Winkel befinden.
2. Dahinter ist sicherer
An roten Ampeln oder bei STOP immer hinter wartenden Fahrzeugen bleiben und nicht neben ihnen. So kann an den Blinkern des Fahrzeugs erkannt werden, ob und in welche Richtung der Lenker an der Kreuzung abbiegen wird.
3. Abstand halten: Hinterräder langer Fahrzeuge fahren engere Kurve
Wenn lange Fahrzeuge abbiegen, braucht man viel Abstand zu den Hinterrädern. Bauartbedingt schneiden lange Fahrzeuge, insbesondere Lkw mit Hängern, aber auch Omnibusse, beim Abbiegen den Innenbereich von Kurven; andererseits schwenken sie auch gleichzeitig in den Außenbereich von Kurven aus.
4. Blick in fremde Außenspiegel
Nähert man sich von hinten kommend an Lkws und Busse an, sollte man unbedingt einen Blick in deren Außenspiegel werfen. Wenn ich als Zweirad- oder Scooterfahrer den Lenker sehen kann, hat dieser auch die Möglichkeit, mich zu sehen und ich befinde mich nicht in seinem Toten Winkel. Beim Queren an Zebrastreifen kann ich als Fußgänger über die Windschutz- oder Seitenscheibe in Blickkontakt mit dem Fahrer treten, um sicherzustellen, dass man auch wirklich gesehen wurde und das Fahrzeug stehen bleibt.
5. Im Zweifel lieber stehen bleiben
Ist man unsicher, ob man gesehen wurde, oder was der Lkw- oder Busfahrer vorhat, ist es am sichersten, stehen zu bleiben. Im Zweifel sollte man lieber auf den eigenen Vorrang verzichten.
Sicherheitstrainings „Alles im Blick!“
Die Gefahr des Toten Winkels ist besonders groß, wenn Spiegel an Lkws und Bussen nicht korrekt eingestellt sind. Mit der kostenlosen Aktion „Alles im Blick!“ von AUVA und KFV können Unternehmen ihre Mitarbeiter in der korrekten Spiegeleinstellung mit dem sogenannten „Spiegeleinstellteppich“ schulen: Verschiedenfarbige Planen werden rund um das Fahrzeug gelegt und der Blick in die Spiegel zeigt den Lenkern, ob die Planen vollständig darin erkennbar und die Spiegel somit optimal eingestellt sind. Ist das Blickfeld eingeschränkt, wird unter fachkundiger Anleitung die Einstellung der Spiegel optimiert. Interessierte Unternehmen können sich per E-Mail unter LUV@auva.at über die kostenlose Aktion „Alles im Blick! Spiegeleinstellung im Betrieb“ informieren.
AUVA-Service
- vielfältige Präventionsangebote
- schnelle Rechtsauskünfte, Beratung und Unterstützung nach einem Arbeitsunfall
- Schutz vor Schadensersatzforderungen für Arbeitgeber
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