Mehrere Linzer Teams mit dem Edison 2020 ausgezeichnet
LINZ. Beim oberösterreichischen Ideenwettbewerb Edison wurden vier Teams aus Linz ausgezeichnet. Die Verleihung wurde in diesem Jahr digital durchgeführt.

Beim Edison 2020 gingen die Kategorien „kreativ-wirtschaftliche Ideen“, „innovativ-orientierte Ideen“ sowie „technologie-orientierte Ideen“ an Linzer Teams. „Neue Ideen sind ein erster Schritt in Richtung Start-up und jedes gegründete Unternehmen bedeutet ein neues Geschäftsmodell, ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung und somit einen starken Innovationsschub für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Der oberösterreichische Erfinderpreis Edison belegt nunmehr zum elften Mal, dass es in unserem Bundesland erfreulicherweise sehr viele findige Unternehmensgründerinnen und –gründer gibt, deren kreative Geschäftsideen im Rahmen dieses Wettbewerbs verdienterweise vor den Vorhang geholt und prämiert werden. Innovation ist der Motor der Wirtschaft, das gilt umso mehr für Unternehmensgründungen. Daher ist es umso erfreulicher, dass auch heuer in diesen schwierigen Zeiten die Experten-Jurys in den drei Kategorien des oö. Ideenwettbewerbs ‚Edison der Preis‘ wieder die Qual der Wahl hatten, um aus den zahlreichen innovativen Einreichungen die besten Geschäftsideen auszuwählen, die mit den begehrten Trophäen prämiert wurden. Denn Corona vergeht, der Wettbewerb besteht, vor allem auch für Start-ups“, berichtet Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).
Von Skateboards bis Sensoren
Der Edison 2020 in Gold in der Kategorie „kreativ-wirtschaftliche Ideen“ ging an Viktor Weichselbaumer und sein Team von „yokai studios“ in Linz. Sie bieten eine Technologie, die der Textilindustrie zusammen mit 3D-Druck und Robotisierung die Option bietet, die Fertigung wieder aus Fernost nach Europa zu holen. Silber ging an Peter Karacsonyi und sein Team für die Idee „Kape Skateboards“, bei dem das Rollbrett in die Zukunft katapultiert wird.
Ein weiteres Linzer Team wurde in der innovativ-orientierten Kategorie mit dem goldenen Edison 2020 ausgezeichnet. Eduard Peterseil und sein Team haben Drip entwickelt, mit dem man weiß, was gerade wo und wie pünktlich durch die Lieferkette läuft. So kann rechtzeitig auf Verspätungen reagiert und Zeit sowie Geld gespart werden. Bronze geht an Mario Walkner für die Erfindung „Skillyard“, eine digitale Schnittstelle zwischen Coaches und Schülern im Sport.
Bei den technologie-orientierten Unternehmen wurde Robert Koeppe für sein Projekt „Sendance“ - eine Erfindung, wodurch Sensoren etwas können, wozu bisher nur Holzwürmer fähig waren, ausgezeichnet. Diese Sensoren können nun ins Innere von Bauelementen aus Leimholz schauen.
Sonderpreis für App rund um direkte Demokratie
Vergeben wurden in diesem Jahr auch drei Sonderpreise: einer für Social Entrepreneurship, einer für Digitalisierung und zum ersten Mal der Sonderpreis Edison Junior. Diesen hat Felix Zehetner aus Linz für das Projekt „AuhofVotes“ gewonnen. Dabei handelt es sich um eine App, die direkte Demokratie und unkomplizierte Kommunikation in die Schule bringt, damit die Stimmen der Schüler gehört werden.
Die Preisverleihung mit insgesamt 24 Finalisten wurde am Mittwoch, 9. Dezember, online durchgeführt. Dabei waren sich Bernhard Baier, Vizebürgermeister der Stadt Linz, und Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer (beide ÖVP) einig, „dass gerade in diesen Zeiten der Mut und die Zuversicht der kreativen Köpfe besonders wichtig sind, damit neue Wege gegangen werden können und somit neu durchgestartet werden kann, in einer sich stark verändernden Zeit“.
Bereits Einreichungen für 2021 möglich
Der Ideenwettbewerb Edison wird von Oberösterreichs Start-up Inkubator tech2b, dem Tech Harbor, der Kunstuniversität Linz und der Creative Region ausgeschrieben. In diesem Jahr wurden 61 Bewerbungen eingereicht. Insgesamt wurden Preisgelder im Wert von 21.500 Euro vergeben, davon je 6.000 Euro in den drei Hauptkategorien.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden