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LINZ. Die Vorweihnachtszeit ist normalerweise die stärkste Zeit für den Einzelhandel. Aufgrund von Corona sieht die Lage heuer aber etwas anders aus. Der Linzer Handel zeigt sich trotzdem vorsichtig optimistisch.

Die Vorweihnachtszeit ist auch auf der Landstraße die stärkste Zeit des Jahres. (Foto: Weihbold)
Die Vorweihnachtszeit ist auch auf der Landstraße die stärkste Zeit des Jahres. (Foto: Weihbold)

Bunte Engerl, die über der Landstraße schweben, der Duft nach kandierten Nüssen und hektisches Treiben – das ist normalerweise das Bild, das die Linzer Landstraße in der Vorweihnachtszeit ab Ende November bietet. Das hektische Treiben blieb mit Ende November jedoch aufgrund des Lockdowns aus – sehr zum Leid der eingesessenen Händler. Diese müssen um ihr Weihnachtsgeschäft zittern. Ein Stimmungstief mit Mitte November tat das seine dazu. „Sinkt der Optimismus in den Keller, geht das Licht in der Wirtschaft aus“, weiß Werner Beutelmeyr vom Market Institut. Doch es gibt auch Anlass zur Hoffnung für Oberösterreichs größte Einkaufsstraße, zeigt eine aktuelle Umfrage des Market Instituts. „Die Schubumkehr kam vor drei Wochen. Der Pegel hat sich stabilisiert auf einem Niveau von 40 Prozent.“ Dies sei noch immer rund zehn Prozent unter dem Wert der letzten Jahre, jedoch deutlich über dem Tiefstwert von 28 Prozent.

Treue Kunden

Zudem sind die Kunden ihrer „Linzer City“ außergewöhnlich treu. So geben 80 Prozent an, dass sie in der Linzer Innenstadt einkaufen würden. Damit liegt die „Linzer City“ oberösterreichweit vor dem Innpark in Braunau (79 Prozent) und der Plus City vor den Toren von Linz (68 Prozent). „Die Kunden halten uns die Treue“, ist Matthias Wied-Baumgartner, Obmann des Linzer City Rings, erfreut. Konkret wären zudem knapp drei Viertel der Kenner der „Linzer City“ enttäuscht, wenn es diese Marke nicht mehr geben würde.Dennoch ist immer noch kräftig Sand im Getriebe. Nur 56 Prozent geben etwa gleich viel für den Konsum aus wie letztes Jahr. Die Haltung sparsamer zu sein (34 Prozent), übersteigt prozentuell deutlich die Absicht mehr Geld auszugeben (10 Prozent).

Erster Eindruck großteils zufriedenstellend

„Der Montag war nach Rückfrage bei zahlreichen Händlern relativ gut, der Dienstag, 8. Dezember, lag etwas unter den Erwartungen“, so Ernst Wiesinger, Obmann der Sparte Handel. Laut KMU Forschung Austria lagen die Umsätze am Montag beispielsweise um rund 20 Prozent über dem Niveau vom Dienstag. „Es ist natürlich schwierig zu sagen, wie es gelaufen ist, weil es von Branche zu Branche verschieden ist“, zieht Wied-Baumgartner eine erste Bilanz über die vergangene Einkaufswoche. „Die Geschäfte, mit denen ich Kontakt hatte, waren im Großen und Ganzen zufrieden.“ Auch die Frequenz am Einkaufssamstag sei dem ersten Eindruck nach zufriedenstellend gewesen. Der Ausfall der Bankomat-Kassen habe sich jedoch für manches Geschäft negativ ausgewirkt.

Hoffnung auf Schadensbegrenzung

„Aufgrund der Corona-Pandemie und der besonderen Betroffenheit des Einzelhandels muss allerdings deutlich darauf hingewiesen werden, dass das heurige Weihnachtsgeschäft nur schwer mit jenem der Vorjahre zu vergleichen ist“, sind sich Wiesinger und Wied-Baumgartner einig. „Gezeigt hat sich jedenfalls bisher, dass der Handel bezüglich Sicherheitsmaßnahmen gut vorbereitet war und der Einkauf für die Kunden derzeit sehr besonnen und stresslos abläuft. In vielen Branchen hoffen die Händler auf einen kommenden guten Verlauf und auf Schadensbegrenzung bezüglich bisher verlorener Umsätze“, ist der Obmann der Sparte Handel optimistisch und hofft für viele Branchen noch auf umsatzstarke, aber disziplinierte Tage vor Weihnachten. “Wir hoffen, dass wir mit diesem Optimismus und der Treue unserer Kunden weiter machen können“, so auch der City Ring-Obmann.<


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