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OÖ. Bevor die nächsten Covid-Bevölkerungs-Tests kommen, müssen das Chaos im Bund beseitigt werden, es brauche einen klaren Plan, fordert die Gewerkschaft younion Oberösterreich. Die letzten Tests hätten nur aufgrund des Engagements der Einsatzkräfte und Gemeindebediensteten funktioniert.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

Auch wenn die Corona-Massentests in Oberösterreich aufgrund der mäßigen Beteiligung alles andere als ein Erfolg gewesen seien, habe sich gezeigt: Die Daseinsvorsorge im Bundesland Oberösterreich funktioniere. „Dank des Engagements tausender Einsatzkräfte und Gemeindebediensteter konnte zumindest der Ablauf der Testungen reibungsfrei über die Bühne gehen – und das, obwohl in der Ankündigung und der Vorbereitung des Massentests durch den Bund das Chaos herrschte. Die Kollegen – von der Feuerwehr über die Rettungskräfte bis zu den Gemeindebediensteten – haben die Massentests gerettet. Ihr Einsatz war großartig und ihnen gebührt Dank“, so Christian Jedinger, Landesvorsitzender der Gewerkschaft younion Oberösterreich.

Klarer Plan noch vor Weihnachten gefordert

Gleichzeitig mahnt Jedinger aber ein, dass vor den für Jänner angekündigten Massentests das Chaos im Bund beseitigt werden müsse: „Die Regierung muss ihre Pläne endlich klar mit den Gemeinden kommunizieren. Ansonsten sind es wieder die Gemeindebediensteten, die die Suppe auslöffeln müssen.“ Deshalb fordert die Gewerkschaft younion einen klaren Plan für die Tests Anfang Jänner, noch vor Weihnachten. „Nur so kann Planungssicherheit für alle Beteiligten garantiert werden“, so Jedinger.

Weil die Pläne für den ersten Testdurchgang erst kurzfristig übermittelt worden seien, seien viele vor Probleme gestellt worden. „In vielen Fällen konnte keine Rücksicht auf familiäre Verpflichtungen, wie etwa Betreuung von Kindern und Angehörigen, genommen werden. Mit einem klareren Plan hätte man da vorbeugen können.“ Viele hätten auf ihre Wochenend-Ruhe verzichtet, weil improvisiert werden musste. „Das nehmen die Kollegen auch gerne einmal auf sich, aber es darf nicht durch schlechte Regierungsarbeit zum Regelfall werden“, so der Gewerkschafter.

Finanzielle Belastung für Gemeinden

Die Kommunen seien auch finanziell im Stich gelassen worden. „Sie mussten die Kosten für die Tests vorfinanzieren. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen den Gemeinden die Einnahmen weggebrochen sind, trifft das hart“, plädiert Jedinger dafür, dass der Bund die Kosten künftig sofort tragen soll.


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