Kaineder: "Die Länder, die die Sammelquote erreichen haben ein Plastikpfandsystem"
LINZ/OÖ. Eine Diskussion hat sich nun um das Thema „Plastikflaschenpfand“ in Oberösterreich entsponnen.

Im Landtag wurde ein Initiativantrag eingebracht, der österreichweit den Ausbau der Sammelstruktur für Plastikmüll und PET-Flaschen nach oberösterreichischem Vorbild fordert. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer begrüßt das und spricht sich gegen Flaschenpfand für Plastikflaschen aus. „Die Einführung eines Pfandsystems würde das Greislersterben weiter befeuern“, befürchtet Hummer. (Mehr unter www.tips.at/n/526041 - WKOÖ-Präsidentin Hummer: Nein zum Plastikpfand) Dies sei keineswegs der Fall, kontert Umweltlandesrat Stefan Kaineder: „Wir teilen ein Anliegen, dass es durch das Pfandsystem nicht zu einer Wettbewerbsverschiebung kommt.“
Kleine Betriebe entlasten
So gebe es durchaus Möglichkeiten, kleine Betriebe zu entlasten. Schützenhilfe bekommt Kaineder dabei von Lena Steger, Ressourcensprecherin von Global 2000. „Wenn man einen Blick über die Ländergrenzen wirft, dann sieht man, dass die kleinen Geschäfte nach wie vor bestehen und sie nicht ausgestorben sind. Dort braucht es auch keine Rückgabeautomaten.“ Ein Blick auf andere EU-Länder zeige zudem, dass ein Plastikpfandsystem massiv dazu beitrage, die 90-prozentige Sammelquote bei Plastikflaschen zu erreichen. „Die Länder, die die Sammelquote erreichen haben ein Plastikpfandsystem“, so Kaineder und Steger.


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