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OÖ/WIEN. Arbeitsminister Martin Kocher, Finanzminister Gernot Blümel und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck zeigten sich am Dienstag vorsichtig optimistisch über die Entwicklung der Arbeitsmarkt-Situation in Österreich.

Arbeitsminister Martin Kocher (Foto: volker weihbold)
Arbeitsminister Martin Kocher (Foto: volker weihbold)

„Die Situation ist weiter schwierig am Arbeitsmarkt, die eingeleiteten Öffnungsschritte bringen aus Beschäftigungssicht aber bereits eine leichte Entspannung mit sich“, bilanziert Arbeitsminister Martin Kocher. So gäbe es einen leichten Rückgang der vorgemerkten Arbeitslosten (derzeit 529.000) um minus 4.500 im Vergleich zur Vorwoche. Bei den Schulungen gibt es eine leichte Steigerung zu verzeichnen. „Der positive Trend wird sich auch verfestigen, wenn die Öffnungen anhalten“, so Kocher.

270.000 Vermittlungen beim AMS im Jänner

Öffnungsschritte können sich noch nicht in der Kurzarbeit zeigen. „Aber das liegt daran, dass die Kurzarbeit immer im Nachhinein abgerechnet wird. Auch hier erwarte ich eine leichte Entspannung“, betont der Arbeitsminister, der weite Zahlen präsentiere: „9.000 Personen werden durch den Neustart-Bonus unterstützt., es gab  im Jänner 270.000 Vermittlungen beim AMS trotz der Krise, jeder zweite Arbeitssuchende hat ein Vermittlungsangebot des AMS erhalten. 58.000 offene Stellen gibt es derzeit österreichweit, zwei Drittel davon kamen im Jänner 2021 neu dazu.“

„Die Öffnungsschritte seit 8. Februar sind für Wirtschaft und die Moral der Österreicher gleichermaßen wichtig gewesen. Der Lockdown kostet uns pro Woche rund eine Milliarde Euro an Wertschöpfung. Ziel muss es aber weiter auch sein, die Infektionszahlen gering zu halten“, fasst Finanzminister Gernot Blümel zusammen.  

Tourismus am schwersten betroffen

Das aktuelle WIFO Konjunkturbarometer für die Zeit von 25.-31.1. 2021 zeigte eine wirtschaftliche Entwicklung, die 14 Prozent unter jenem des Vorjahres-Niveaus liegt. „Rund 50 Prozent aller Wintersporturlaube in Europa finden in Österreich statt, gerade in diesem Beriech ist Österreich derzeit natürlich stark betroffen. Neben dem Tourismus ist ein wesentlicher Anteil auch ein Rückgang im privaten Konsum.“

Triple A-Rating bestätigt

Doch der Finanzminister hatte am Dienstag auch gute Nachrichten mit im Gepäck: „Eben wurde unser AAA-Rating mit stabilem Ausblick bestätigt, hervorgehoben wurde dabei auch die Budget-Konsolidierung vor der Krise. Nach der Krise führt man die Verschuldung wieder zurück, uns kommt zugute, dass derzeit niedrige Kapitalkosten sind und wir das Geld für die nötigen Hilfen haben.“

Schramböck: „Gute Entwicklung im produzierenden Bereich“

Für Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck sind die Testungen in den Unternehmen wichtig: „Dies gilt nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für Geschäftspartner oder Angehörige. Auch dafür gibt es die 10 Euro Rückerstattung pro Test.“ Los geht diese Maßnahme am 15. Februar.

Schramböck weist auf den positiven Einkaufsmanager-Index hin: „Dieser liegt derzeit bei 54,2 Punkten, das ist der höchster Wert seit 2 Jahren für Österreich. Einkäufer sind immer ein Indikator, wie es im produzierenden Bereich weitergeht. Ein gutes Zeichen, denn die Industrie sichert 450.000 Arbeitsplätze in Österreich.“


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