Spatenstich für die Linzer Brauerei im Kraftwerk der Tabakfabrik

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 08.04.2021 14:46 Uhr

LINZ. Der Spatenstich für die Linzer Brauerei im Kraftwerk der Tabakfabrik ist erfolgt und die gelungene Partnerschaft zweier Linzer Originale, dem „Linzer Bier“ und der Tabakfabrik, nimmt Fahrt auf. Noch Ende des Jahres 2021 wird der erste Sud eingebraut, Gelegenheit zum Kennenlernen des bierigen Standortes soll es bereits im kommenden Jahr geben.

Nach der erfolgreichen Wiederbelebung des Linzer Bieres wird an die 145-jährige Brautradition angeknüpft und die Marke mit dem Bau einer neuen Brauerei wieder in der Stadt verwurzelt. Als Standort gibt es wohl keinen besseren Platz als das Kraftwerk der Tabakfabrik mitten im Herzen von Linz, einem Ort, der Tradition und Moderne vereint. Dort wo einst Energie erzeugt wurde, entsteht in den nächsten Monaten nicht nur die Brauerei für das vollmundige Linzer Bier, sondern ein multifunktionales Konzept mit moderner Brauerei-Gastro, Bierkulturzentrum mit Seminarraum und ein Veranstaltungssaal für bis zu 230 Personen. Noch Ende des Jahres 2021 wird der erste Sud eingebraut, Gelegenheit zum Kennenlernen des bierigen Standortes soll es bereits im kommenden Jahr geben.

„Heimkehr“ einer Marke

„Es freut uns sehr, dass wir unser Gesamtkonzept zur oberösterreichischen Bierkultur mit einem innovativen und mit der Stadt verbundenen Partner, der Tabakfabrik Linz GmbH, verwirklichen können und den LinzerInnen damit wieder regionalen Biergenuss im Herzen der Landeshauptstadt bieten können“, so Andreas Stieber und Michael Pötscher, Geschäftsführer der Craftvoll GmbH. „Als Bürgermeister freue ich mich, dass die Marke Linzer Bier in ihre Heimatstadt zurückkehrt und im Kraftwerk der Tabakfabrik eine neue Heimat findet. Die Investitionen ermöglichen die zeitgemäße Adaptierung des historischen Kraftwerks, sie schaffen neue Arbeitsplätze und sie lassen einen weiteren Anziehungspunkt für Linzer und Gäste unserer Stadt entstehen“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz. „Dass die Linzer Bier Brauerei im Kraftwerk den Gerstensaft sprudeln lässt, wird von der Tabakfabrik-Community mit großer Begeisterung aufgenommen. Der in die Brauerei integrierte, modern interpretierte Braugasthof wird sich mit seinem Gastgarten zu einem gefragten Treffpunkt entwickeln und die Aufenthaltsqualität am Peter-Behrens-Platz weiter erhöhen“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

Äußerst komplexes Gebäude wird generalsaniert

„Mit dem Einzug der Linzer Bier Brauerei im Kraftwerk der Tabakfabrik gelingt uns nicht nur die Generalsanierung eines äußerst komplexen Gebäudes, es wird auch der letzte der denkmalgeschützten Behrens-Bauten einer völlig neuen Nutzung zugeführt, in diesem Fall Braumanufaktur, Gastronomie und multifunktionale Veranstaltungsräume“, sagt Markus Eidenberger, Kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik Linz.

Bier aus der eigenen Region wird geschätzt

Bei der Rezeptur des Linzer Bieres hat sich Diplom-Braumeister Martin Simion an der historischen Rezeptur orientiert und den traditionellen Bierstil wiederaufleben lassen. Auch die Rohstoffe bleiben dem Ursprung des Bieres treu und werden aus der Region bezogen.

Denn Regionalität ist den Österreichern wichtig: Mehr als ein Drittel (37 %) der Österreicher bevorzugt Bier aus der eigenen Region. Als wichtig für die heimische Bierkultur empfinden 86 % der österreichischen Bevölkerung das Angebot regionaler Biere. Dies geht aus der repräsentativen Studie zur österreichischen Bierkultur hervor, die jährlich als Basis des Bierkulturberichtes der Brau Union Österreich durchgeführt wird.

„Bester Mühlviertler Hopfen und Braugerste von Bauern aus Linz-Ebelsberg machen aus dem Linzer Bier ein Original aus der Region für die Region“, stellt Diplom-Braumeister Martin Simion einen hohen Anspruch an seine Arbeit, gutes Bier zu brauen.

Architekturjuwel Kraftwerk

Das heute denkmalgeschützte Kraftwerk der Tabakfabrik Linz wurde 1935 nach Plänen der Architekten Peter Behrens und Alexander Popp errichtet. Die nun anstehende Nutzungsänderung haben die beiden Linzer Architektinnen Gerhild und Ute Schremmer (Architektinnen Schremmer-Jell) mit viel Feingefühl und einer zeitgemäßen Interpretation dieses bedeutenden historischen Erbes geplant – alle Entwürfe erfolgten in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt Oberösterreich bzw. nach Genehmigung des Ortsbildbeirats der Stadt Linz.

Im Erdgeschoss des Kraftwerks, das früher auch Kessel- und Maschinenhaus genannt wurde, werden die Brauerei und ein modern interpretierter Braugasthof mit Blick auf die Sudhäuser sowie direktem Zugang zum Gastgarten eingerichtet. Im ersten Obergeschoss entstehen ein Hörsaal sowie das neue Bier-Kulturzentrum als Zentrum der Braukunst und als Seminarraum. Die Außenfassade bleibt bis auf technisch unbedingt notwendige Einbauten unberührt. Insgesamt stehen im Kraftwerk der Tabakfabrik knapp 3.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche zur Verfügung.

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