Linzer Bündnis lädt zu Kundgebung gegen Gewalt an Frauen
LINZ. Das Linzer Bündnis Do It Yourself: Frauentag Linz lädt am Donnerstag, 20. Mai zur Kundgebung gegen Gewalt an Frauen. Die Veranstaltung am Martin-Luther-Platz beginnt um 17 Uhr und soll der Beginn einer Reihe zu unterschiedlichen Aspekten rund um Gewalt gegen Frauen sein.

Bereits zwölf Frauen wurden in diesem Jahr österreichweit von ihrem Partner oder Expartner getötet. Mord sei das Extrem, das oft mit gewaltsamen Übergriffen beginne, hält das Bündnis Do It Yourself: Frauentag Linz fest. Dahinter stehen einzelne Aktivisten, Privatpersonen und Organisationen wie die Sozialistische LinksPartei (SLP) Linz. „Jede fünfte Frau in Österreich ist ab dem 15. Lebensjahr von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. Gewalt beginnt bereits im Kleinen: vorgeformte Rollenbilder, Objektifizierung, schlechtere Bezahlung von Frauenbranchen und die damit oft einhergehende finanzielle Abhängigkeit vom Partner“, führt Anna Hofer vom Bündnis aus.
Straßenaktionen: Reden, Informationsmaterial
Um auf Frauenmorde sowie Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen, war das Bündnis an den Dienstagen, 4. und 11. Mai auf dem Taubenmarkt beziehungsweise vor dem Landhaus in Linz. Die Mitglieder hielten Reden, verteilten Flyer mit Informationen zu Gewalt an Frauen, führten eine Fotoaktion durch und hatten Laura von CatcallsofLinz zu Gast, die mit Straßenkreide Statements auf die Straße schrieb. Am Donnerstag, 20. Mai, um 17 Uhr ist die nächste Kundgebung am Martin-Luther-Platz geplant. Hier sollen Geschlechterbilder und die Affäre rund um sexuelle Belästigung gegen Medienmanager Wolfgang Fellner aufgegriffen werden. „Morde an Frauen sind kein Eifersuchts-, oder Beziehungsdrama, sondern Mord. Das gehört auch so betitelt. Selbiges gilt für eine Vergewaltigung, die keine Sex-Attacke ist. Da die Situation brisant ist, werden wir lästig bleiben und weiter auf die Straße gehen. Zukünftig setzen wir Schwerpunkte auf einzelne Aspekte“, kündigt Jan Millonig von Do It Yourself: Frauentag Linz an.
Gewaltprävention im Kindergarten
Aus Sicht des Bündnisses seien Frauenmorde „nur die Spitze des Eisbergs“. Es brauche Gewaltprävention ab dem Kindergarten, konsequente Kämpfe gegen Sexismus und Frauenverachtung, aber auch Rahmenbedingungen, die das Risiko, von Gewalt betroffen zu sein, reduzieren. Dazu zählen etwa bessere Gehälter in sogenannten Frauenbranchen. Darüber hinaus fordert das Bündnis mehr Mittel für Gewaltschutz, Täterarbeit, sofortigen Wohnraum für Gewaltbetroffene und flächendeckende Angebote der Frauenhäuser und Beratungsstellen.
Hier geht es zur Veranstaltung am Donnerstag.


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