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Haimbuchner zur Impfung ab Zwölf: "Aufgeklärte und informierte Impfentscheidung ermöglichen"

Online Redaktion, 01.06.2021 13:57

OÖ. Oberösterreich schaltet ab Mittwoch, 2. Juni, auch die Anmeldung für Zwölf- bis 15-Jährigen zur Covid-Impfung frei, über die Plattform www.ooe-impft.at - Tips hat berichtet. LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner fordert Transparenz bezüglich Nutzen und Risiken der Corona-Impfung bei Kindern, der Bund müsse den Eltern eine aufgeklärte und informierte Impfentscheidung ermöglichen. Erfreut über das Impfangebot für ab Zwölfjährige hingegen zeigen sich Neos OÖ.

Familienreferent LH-Stellverterter Manfred Haimbuchner - Archivfoto. (Foto: Volker Weihbold)
Familienreferent LH-Stellverterter Manfred Haimbuchner - Archivfoto. (Foto: Volker Weihbold)

Bis zum 14. Geburtstag ist für eine Impfung die Einwilligung eines Elternteils oder der Person, die mit der Pflege und Erziehung betraut ist, einzuholen. Ab 14 Jahre (mündige Minderjährige) können sie aber auch selbst entscheiden, ob sie sich impfen lassen wollen - auch etwa, wenn ein Elternteil dagegen ist. Diese können den Aufklärungsbogen selbst unterzeichnen, müssen bei der Impfung rechtlich gesehen auch nicht begleitet werden.

Haimbuchner: Eltern brauchen Information

Familienreferent LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) fordert anlässlich des Welt-Kindertages am 1. Juni, dass Eltern Informationen für eine aufgeklärte und informierte Impfentscheidung für ihre Kinder bekommen. „Es gibt derzeit nur zwei Arten von Debatten rund um die Impfungen gegen Covid-19: Solche, die hochemotional geführt werden und solche, die gar nicht geführt werden. Die Risikoabwägung einer Impfung bei Kindern zählt zu den Letzteren. Die Bundesregierung lässt Eltern, die ihrer Fürsorgepflicht nachkommen und das Beste für das Wohlergehen ihrer Kinder tun möchten, mit der Impf-Entscheidung weitestgehend alleine, ohne klarzumachen, auf welcher Grundlage ihre Empfehlungen beruhen.“

Er weist auch darauf hin, dass die deutsche „Ständige Impfkommission“ (STIKO) aufgrund einer zu geringen Datenlage derzeit noch keine Empfehlung für Coronaimpfungen bei Kindern ausspricht, anders als das Nationale Impfgremium in Österreich - obwohl die Datenlage für beide Institutionen dieselbe sei. Das Wohlergehen der Kinder in Österreich dürfe kein politischer Spielball sein, so Haimbuchner.

Er mahnt zudem einen breiten wissenschaftlichen Diskurs sowie die evidenzbasierte und transparente Entscheidungsfindung- und -kommunikation in Sachen Coronamangement ein. Nur so sei gewährleistet, dass das Vertrauen der Menschen in die Institutionen von Demokratie und Rechtsstaat, das durch das Agieren der Bundesregierung massiv gelitten hat, wiederhergestellt werden könne.

Neos begrüßen Entscheidung des Landes

Neos Oberösterreich begrüßen die Entscheidung des Landes, nun doch die Impfanmeldung weiter zu öffnen. „Das freiwillige Impfangebot kann nur so auch von den Jugendlichen niederschwellig angenommen werden, damit wir auf den Herbst vorbereitet sein können und bis dahin eine möglichst hohe Durchimpfungsrate im Land erreichen“, so Neos-Landessprecher Felix Eypeltauer. Genau bei der Durchimpfungsrate hinke Oberösterreich nämlich massiv hinterher, so Eypeltauer, der aber auch beim Testen Defizite sieht, etwa die fehlende Möglichkeit für Gurgeltests.


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