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LINZ. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist während der Corona-Krise weiter gestiegen. Auch die Sparkasse OÖ verschreibt sich dem Thema – angefangen beim Fuhrpark bis hin zu den Finanzprodukten.

V. l.: Gerhard Hochreiter, Stefanie Christina Huber und Klaus Auer (Foto: Sparkasse OÖ)
  1 / 2   V. l.: Gerhard Hochreiter, Stefanie Christina Huber und Klaus Auer (Foto: Sparkasse OÖ)

Hat anfangs die Corona-Pandemie Themen wie Klimaschutz noch in den Hintergrund gestellt, ist insgesamt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Krise gewachsen. Das belegt auch eine neue, repräsentative Integral-Studie, in Auftrag gegeben von der Sparkasse OÖ.  34 Prozent der Befragten gaben an, dass Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Bei einem Drittel ist das Bewusstsein dafür gestiegen. „Das ist spürbar“, betont Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse OÖ.

Um dem Thema gerecht zu werden, hat die Sparkasse OÖ in ihrer Fünf-Jahres-Strategie sieben Handlungsfelder identifiziert  und daraus konkrete Maßnahmen abgeleitet. Dies dient einer besseren Übersichtlichkeit, „damit die Fortschritte messbar werden. Uns ist klar, dass wir nicht von heute auf morgen komplett nachhaltig sein werden. Aber viele kleine Schritte machen auch große Erfolge“, so Huber.

Umweltschonende Gebäude

„Schon 2012 haben wir unsere Stromversorgung umgestellt auf Ökostrom“, erzählt Gerhard Hochreiter, Leiter des Facility Managements der Sparkasse OÖ. Auch bei der Sanierung von Filialen wird auf Umweltfreundlichkeit geachtet. So wurden am Linzer Standort Promenade im Rahmen einer thermischen Sanierung Fenster ausgetauscht. Im Herbst geht an dem Standort eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Rund acht bis zwölf Filialen werden jährlich saniert.

Bei Neubauten werden noch höhere Standards angesetzt: Die Filialen Leonding und Spital am Pyhrn wurden nach dem EU GreenBuilding-Standard errichtet.

Auch der Fuhrpark soll nach und nach umweltfreundlicher werden: Gibt es derzeit zwei E-Autos, soll der Anteil bis 2025 auf 50 Prozent erhöht werden. In Linz stehen daneben E-Bikes für Fahrten in der Stadt zur Verfügung. „Die werden auch schon intensiv genutzt.“ Im vergangenen Jahr wurden 2.500 Kilometer damit zurückgelegt.

Nachhaltig anlegen

Doch nicht nur in der Firma selbst, auch bei den Kunden ist das Streben Richtung Nachhaltigkeit sichtbar, betonen Huber und Klaus Auer, Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft der Sparkasse OÖ. „Es ist ganz klar auch ein Thema für Kleinanleger“, so Auer. Eine gute Möglichkeit seien dabei monatliche Fondssparpläne. Ab 1. Juni erweitert daher ein weiterer Nachhaltigkeitsfonds die Produktpalette.

Eckpfeiler Transparenz

Besonders wichtig bei „grünen“ Fonds: Transparenz. Denn es ist wichtig, dass der Anleger weiß, wo er sein Geld anlegt. Nur so könne vermieden werden, dass Greenwashing betrieben wird. „Da ist es wichtig, Klarheit zu schaffen. Die Beratung ist dabei ein Eckpfeiler“, so Auer, der auch betont: „Nachhaltigkeit und Ertrag, das ist kein Widerspruch.“ Zudem habe die Investition in „grüne“ Anlageformen einen weiteren Effekt: „Es ist sicher ein wesentlicher Motivator für Unternehmen, sich zu verändern.“


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