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OÖ. Nach den schweren Unwettern in den vergangenen Tagen mahnt Klima-Landesrat Stefan Kaineder in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gemeinsam mit Helga Kromp-Kolb, Klimaforscherin an der Universität für Bodenkultur, einmal mehr, in Punkto Klimaerwärmung zu handeln.

Die Hagelstürme der vergangenen Tage verursachten starke Schäden in Oberösterreich. So etwa im Bezirk Urfahr-Umgebung. (Foto: Pressestelle Urfahr-Umgebung)

„Die Klimakrise zeigt ihre hässlichste Fratze“, resümiert Landesrat Stefan Kaineder die Geschehnisse der letzten Tage. Letztere hätten deutlich gezeigt, was passiere, wenn man das Denken bezüglich der Klimathematik nicht ändere. Einmal mehr pochte Kaineder dabei darauf, das Klimaschutz zur obersten Priorität in jedem Bereich gemacht werden müsse. Sonst, so der Landesrat, würden Vorfälle wie jene in den vergangenen Tagen in Zukunft zur sommerlichen Realität gehören.Auch bei der am 25. Juni abgehaltenen Sitzung der Umwelt-Referenten der Länder gemeinsam mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler waren die vergangenen Tage Thema. In diesem Zusammenhang bekräftigten alle Teilnehmenden auf Antrag von Kaineder einstimmig ihr Engagement zur Erreichung der Pariser Klimaziele.

„Die verheerenden Unwetter, die in den letzten 72 Stunden in Mitteleuropa gewütet haben, machen die Auswirkungen der Klimakrise auf tragische Weise für uns alle spürbar. Ein Tornado fegte durch Europa und forderte Menschenleben, Hagelkörner in Tennisballgröße zerstörten Gebäude, landwirtschaftliche Flächen und wichtige öffentliche Infrastruktur in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Das macht einmal mehr deutlich, wir dringlich unser Kampf gegen die Klimakrise ist. Die Erreichung der Pariser Klimaziele muss unsere oberste Priorität haben. Dafür setze ich mich auf allen Ebenen ein und bin froh, hier die starke Unterstützung der Umweltreferenten der anderen Länder sowie der Bundesministerin zu haben. Gemeinsam werden wir diese Aufgabe meistern“, so der Klima-Landesrat.

Hagel wird häufiger, Tornados intensiver

Mahnende Töne gab es bei der Pressekonferenz auch von Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, die betont, dass Wetterphänomene wie beispielsweise Starkregen und Hagel die logische Konsequenz der erwärmten und feuchteren Luft seien. „Eigentlich ist es erstaunlich, dass sich die Leute immer noch darüber wundern. Es entwickelt sich so, wie die Wissenschaft es gesagt hat“, so Kromp-Kolb, die anfügt: „Wir spielen mit dem Feuer. Wir als Gesellschaft, also wir als Österreich, wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht und das sind die Konsequenzen davon“. Während diese sich sicher ist, dass Hagelstürme aufgrund dem häufigeren Auftreten von labilen Lagen zunehmen werden - auch die Statistik zeige das -, sei die Weiterentwicklung im Bereich der Tornados noch nicht eindeutig. Diese sollen zwar intensiver werden, zur Häufigkeit könne man aber noch weniger sagen.

Was den Kampf gegen die Klimaerwärmung angeht, sieht Kromp-Kolb vor allem ein Problem: man befinde sich immer noch erst bei der Zielsetzung, nicht bereits bei der Umsetzung derartiger Schritte. Schließlich würde von der Beschlussfassung von Maßnahmen bis zu dessen tatsächlicher Umsetzung wieder viel Zeit verstreichen.


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