Schmetterlingseffekt - Falter als Zeichen der Klimaerwärmung
LINZ. Im Rahmen eines Projektes der Naturkundlichen Station der Stadt Linz wurde ein 30-Jahre-Vergleich der Falterbestände an den Linzer Hochwasserschutzdämmen ins Leben gerufen. Die Naturkundliche Station wird einen Maßnahmenkatalog zur nachhaltigen Bewirtschaftung mit hoher Biodiversität erstellen.

Schmetterlinge gelten als Indikatoren für die Klimaerwärmung in der Stadt. Durch die Arbeit der Naturkundlichen Station konnte ein 1993 versus 2021 der Falterbestände der Hochwasserschutzdämmen Traun und Donau auf Linzer Stadtgebiet durchgeführt werden.
„Die Ergebnisse dieses Vergleiches liefern wichtige Fakten für einen Maßnahmenkatalog zur Bewirtschaftung und Pflege der Flächen“, so Naturschutzreferentin Stadträtin Eva Schobesberger. Da die sympathischen Insekten sehr empfindlich sind, muss auf eine gute Bewirtschaftung und Pflege der Flächen geachtet werden.
Bodenschutz als Klima- und Artenschutz
Hochwasserdämme zählen zu den reichhaltigsten Tagfalter-Lebensräumen. Ihre Wiesen sind neben den wenig anspruchsvollen Wiesenschmetterlingen auch für die Halbtrocken- und Trockenrasen spezialisierten Arten eine Herberge. Diese Arten und ihre Lebensräume sind hochgradig gefährdet.
Bei der Erhebung lies sich eine Artenverschiebung der Schmetterlinge feststellen. Einige Arten wurden nicht mehr gesichtet, jedoch kamen auch neue dazu.
„Von den verbesserten Bedingungen für die Schmetterlingsfauna werden viele weitere Tier- und Pflanzenarten profitieren, sowie auch die Menschen“, betont Schobesberger und fügt hinzu: „Auch hier sieht man wieder klar und deutlich: Bodenschutz ist Klima- und Artenschutz!“


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