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LINZ/OÖ. Seit Montag, 16. August, sind landesweit viele Wahlplakate, darunter die der SPOÖ, zu sehen. Zwei Tage später präsentierte die Partei nun ihren digitalen Wahlkampf in der Linzer Zentrale. Dazu zählen etwa Werbeschaltungen und soziale Medien.

SPOÖ-Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer (vorne links, mit Team) gab am Mittwoch, 18. August, einen Einblick in den digitalen Wahlkampf der Partei. (Foto: McGreenie)

Mit dem Online Marketing für die kommende Landtagswahl sowie die Gemeinderats-, und Bürgermeisterwahlen sollen neue Wege beschritten werden, sagte SPOÖ-Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer. So wurde beispielsweise eine digitale Karte mit allen Wahlplakat-Standorten um Zielgruppendaten erweitert. Ziel ist es, das passende Plakatsujet für die jeweilige Gruppe zu ermitteln. Darüber hinaus setzt die Partei im digitalen Bereich unter anderem auf Werbeschaltungen in Nachrichtenportalen und auf Plattformen wie willhaben sowie soziale Medien wie YouTube, Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat. Menschen unter 36 Jahren sollen vor allem auf YouTube und Instagram angesprochen werden, führte Brockmeyer aus. Zudem werde Audiowerbung auf Spotify geschaltet.

Dialog mit Wählenden

Im Mittelpunkt stehe bei diesen Aktivitäten stets der Dialog mit den Wählenden. Jeder Kommentar auf Facebook und Co (ungefähr 400 bis 600 täglich) werde beantwortet. Dafür ist ein Team von zehn Personen abwechselnd rund um die Uhr im Einsatz. Gelöscht wird laut Brockmeyer nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel wenn der Kommentar rassistisch sei oder jemand Hetze betreibe.

Ziel all dieser Aktivitäten sei, dass Menschen auf die Webseite der SPOÖ schauen. 11.000 Personen sind bis dato zum Regierungsprogramm weitergeleitet worden, 6.000 haben es heruntergeladen.

Regierungsprogramm in einfacher Sprache

Derzeit werde laut Landesgeschäftsführer daran gearbeitet, das Programm auch in einfacher Sprache zur Verfügung zu stellen. Dieser Zugang ist nicht gänzlich neu. So veröffentlichten beispielsweise die Neos ihr Programm für die letzte Nationalratswahl 2019 zusätzlich in einfacher Sprache.

Für den Wahlkampf sieht Brockmeyer ein Budget von 3,5 Millionen Euro vor, die sich ungefähr zur Hälfte auf den digitalen und zur anderen Hälfte auf den analogen Wahlkampf (z.B. Hausbesuche, Veranstaltungen, Plakate) verteilen. Der Erfolg des Wahlkampfs sei eine Gesamtschau und unter anderem davon abhängig, ob mehr Stimmen gewonnen werden können. Wählerpotential sieht die Partei etwa in jungen Familien, der Arbeiterschaft sowie in ÖVP-, zum Teil auch Grün-, und vereinzelt Neos-Wählenden. Mit der FPOÖ habe man hingegen wenige Überschneidungen. Diese Wähler seien bereits in den 90er-Jahren verlorengegangen.


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