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Hervorragende Zwischenbilanz für Voest - Projekt für CO2-neutralen Stahl läuft weiter

Anna Stadler, 10.11.2021 18:49

LINZ. Die positive Entwicklung der voestalpine geht weiter. Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete diese ein hervorragendes Ergebnis. Leicht getrübt sind die Aussichten im Automobilbereich. Das Pilotprojekt zur CO2-neutralen Wasserstoffherstellung am Standort Linz, welches mit Jahresende ausläuft, wird jedoch weitergeführt.

Symbolfoto (Foto: voestalpine)
Symbolfoto (Foto: voestalpine)

Die voestalpine konnte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 (1. April bis 30. September) an die positive Entwicklung im letzten Geschäftsjahr anschließen. Die Finanzkennzahlen des voestalpine-Konzerns zum 1. Halbjahr 2021/22 weisen einen markanten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr auf. So wuchs der Umsatz im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 37,8 Prozent von 5,1 Milliarden Euro auf sieben Milliarden Euro. Das EBITDA stieg auf eine Milliarde Euro und damit auf das auf das 2,7-fache im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT erreichte nach -215 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2021/22 einen Wert von 651 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern stieg auf 486 Millionen Euro (1. Halbjahr 2020/21: -276 Millionen Euro). „Das erste Halbjahr dieses Halbjahres war ein gutes Jahr“, betont Robert Ottel, Leitung des Ressorts Finanzen der Voestalpine.

Fehlende Microchips

„Die Voestalpine wächst jetzt wieder“, so Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. Alle wesentlichen Markt- und Produktsegmente des Stahl- und Technologiekonzerns verzeichneten eine sehr solide Entwicklung, bis auf den Bereich Automotive. Auch die Zukunftsaussichten seien positiv – wobei wiederum der Automobilbereich mit den fehlenden Mikrochips eine Ausnahme bleibt. „Die Supply Chain-Probleme werden noch bis ins nächste Jahr anhalten.“ In Deutschland kommt des aufgrund dessen zu Kurzarbeit. „Bei uns in Österreich gibt es keine Kurzarbeit. Da geht es um Zeitkonten und es gibt einen Austausch mit anderen Abteilungen.“

Wasserstoff-Pilotanlage läuft weiter

Zudem arbeitet die Voest weiterhin daran CO2 neutral Stahl zu produzieren. Das Ziel: „2030 um 30 Prozent Co2 senken „um dann bis 2050 tatsächlich CO2 neutral zu werden. Dies soll mit Hilfe von Wasserstoff geschehen. „Wir betreiben ja eine Wasserstoff-Pilotanlage“, so Eibensteiner und betont hinsichtlich des Pilotprojekts am Standort Linz: „Dieses Forschungsprojekt wird mit Ende des Jahres auslaufen aber diese Anlage wird weiterlaufen. Wir werden das Konzept weiterentwickeln.“ Denn: die Kapazitäten der derzeitigen Anlage reichen bei weitem nicht aus. „Im Vergleich zu unserer Testanlage – die eine sehr große, aber trotzdem eine Forschungsanlage ist – brauchen wir die 500-fache Kapazität“, erklärt Ottel. Um dies umsetzen zu können brauche es vor allem ausreichende Mengen an leistbarem, grünem Strom und adäquate Netzkapazitäten.


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