Unternehmen der Stadt Linz: Eigenkapital gestiegen - Kritik an Schulden
LINZ. Die Bilanz der Unternehmensgruppe der Stadt Linz ist da: Neben einer Erhöhung des Eigenkapitals haben sich auch die Verbindlichkeiten leicht erhöht. Die ÖVP übt Kritik am Schuldenstand.

Die Stadt Linz erstellt seit 2007 einen freiwilligen Konzernabschluss für ihre Unternehmensgruppe mit Stichtag 31. Dezember. Die jüngste Konzernbilanz für das Jahr 2020 weist ein Volumen von sechs Milliarden Euro aus. „Die Unternehmensgruppe Linz zählt mit 8.821 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den größten und wesentlichsten Arbeitgebern und Lehrlingsausbildnern in der Landeshauptstadt. Im ersten Corona-Jahr 2020 sorgte die UGL mit Investments in die städtische Infrastruktur in Höhe von 323 Millionen Euro für eine rasche Erholung der Wirtschaft nach den lähmenden Lockdowns und trug so maßgeblich zur Abfederung der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Folgen der Covid-19-Pandemie für den Wirtschaftsstandort Linz bei“, hebt Vizebürgermeisterin Tina Blöchl die Bedeutung der UGL hervor. „Die Linz AG ist mit 138 Millionen Investführer – da sind die Hybridbusse, die wir gekauft haben, bis zum Hafen, dem Projekt Neuland bis zum Neubau der Netzzentrale an der Wienerstraße dabei“, betont Bürgermeister Klaus Luger.
Generell sei das Jahr 2020 ein schwieriges gewesen, dennoch gebe es Positives zu vermelden: Das Eigenkapital erhöhte sich insbesondere im Zuge der oben angesprochenen Neubewertung des Vermögens im Vergleich zu 2019 um 620 Millionen Euro oder 47,9 Prozent auf 1,91 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen: „An Verbindlichkeiten sind in der Bilanz 2,8 Milliarden Euro, davon sind 2,5 Milliarden Euro Finanzverbindlichkeiten“, erläutert Finanzdirektor Christian Schmid. Die Eigenmittelquote betrug rund 37,6 Prozent. „Werte von mehr als 30 Prozent gelten in Fachkreisen als ‚sehr gut‘“, betont Bürgermeister Luger.
Kritik an Schuldenstand
Kritik kommt von der ÖVP: „Verglichen mit der erstmals veröffentlichten Bilanz aus dem Jahr 2007 haben sich die Verbindlichkeiten nahezu verdoppelt“, zeigt sich Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei, besorgt. „Die Eigenkapitalquote sank im gleichen Zeitraum von 52,5 Prozent auf 37,6 Prozent.“


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