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Grüne OÖ fordern ein Sofortprogramm für die Energiewende

Karin Seyringer, 21.03.2022 20:07

OÖ. Angesichts des Ukraine-Kriegs fordert der Grüne Landessprecher Stefan Kaineder ein Sofortprogramm für die Energiewende in Oberösterreich. Gerade für das Industriebundesland OÖ sei dies von enormer Bedeutung. Schon lange genehmigte, aber noch in der Schublade liegende Projekte müssten rasch umgesetzt werden.

Der Grüne Landessprecher, Landesrat Stefan Kaineder (Foto: Volker Weihbold)
Der Grüne Landessprecher, Landesrat Stefan Kaineder (Foto: Volker Weihbold)

„Auch wenn jetzt intensivst nach kurzfristigen Alternativen zum russischen Gas gesucht wird, ist das nur akutes Lückenfüllen. Es kann auch nicht darum gehen, von einer Abhängigkeit in die nächste zu laufen. Wir müssen komplett raus aus Öl und Gas, die fossilen Ketten endgültig sprengen“, so Landessprecher Kaineder. Alle Landesverantwortlichen müssten jetzt die Ärmel bis zu den Achseln hochkrempeln, um die Anstrengungen für die Energiewende zu ver-xfachen.

„Enormes Ausbaupotential in OÖ“

„Was wir brauchen, ist ein Energiewende-Plan für Oberösterreich. Und das mit einem Sofortprogramm. Es muss vor allem um Projekte gehen, die rasch in Umsetzung zu bringen sind. Projekte, mit denen schnellstmöglich große Mengen an Gas und Öl eingespart werden können“, betont Kaineder.

OÖ habe bereits großes Potenzial, Projekte und Konzepte würden vorliegen, einige hätten es beinahe bis zur Baureife geschafft. Als Beispiele dienen die Pumpspeicherkraftwerke Ebensee und Molln. „Die Pläne sind bereits genehmigt. Sie liegen aber in den Schubladen, weil Finanzierungsfragen noch nicht geklärt sind. Zudem scheint zumindest bisher die Wirtschaftlichkeit von Pumpspeicherkraftwerken infrage gestellt, in Anbetracht der neuen Sachlage und der bestehenden Herausforderung, muss dies neu bewertet werden“, ist Kaineder überzeugt.

Der Windparks Saurüssel im Mondseeland am Sternstein seien weitere Beispiele. „Zehn Windräder waren auf dem Saurüssel zwischen Attersee und Mondsee geplant, die laut Befürwortern 70 Millionen Kilowattstunden erzeugen würden. Und auch am Sternstein betone die Betreiber, die Zahl der Anlagen verdoppeln zu wollen.“

Sonderprojektgruppe einsetzen

„Wir haben in OÖ enormes Ausbaupotential und einen Riesenfundus an Projekten, den wir nun nutzen müssen. Die Aufgabe der Landesregierung ist jetzt umgehend eine Sonderprojektgruppe einzusetzen, die diese Projekte aus den Schubladen holt und den Projektanten konkrete Unterstützung anbietet, um diese Energieprojekte jetzt in die Umsetzung zu bringen.“

Für diese Sonderprojektgruppe sieht Kaineder eine weitere zentrale Aufgabe. „Die sauberste Energie ist jene, die wir nicht verbrauchen. Das heißt den Focus auch konsequent auf Energieeffizienz und Energieeinsparung zu richten. Daher muss die Sondergruppe speziell auf die großen Energieverbraucher zugehen. Sie muss mit ihnen alle Möglichkeiten ausloten, welche Effizienz- und Einsparungsschritte rasch umgesetzt werden können“, fordert Kaineder.


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