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LINZ. Trotz schwieriger Umstände konnte der Linzer Stahlkonzern voestalpine Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2022/23 kräftig steigern. Das Ergebnis nach Steuern wurde von 259 Millionen Euro auf 615 Millionen gesteigert. Allerdings wird eine „deutliche Abkühlung“ erwartet. Der Vorjahresgewinn im gesamten Geschäftsjahr werde laut Prognosen nicht erreicht.

 (Foto: voestalpine AG, Source: voestalpine.com)
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Es sei das beste operative Quartalsergebnis in der Geschichte des voestalpine Konzerns, nach dem Rekordjahr 2021/22, teilte der Konzern, der weltweit rund 50.200 Mitarbeiter beschäftigt, am Donnerstag mit.

Operatives Ergebnis verdoppelt

Der Umsatz lag im 1. Quartal 2022/23 laut voestalpine mit 4,6 Milliarden Euro um 37,7 Prozent höher als im Vorjahr (3,4 Milliarden Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 522 Millionen auf 879 Millionen Euro, das operative Ergebnis (EBIT) verdoppelte sich von 332 auf 693 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) wuchs von 311 auf 670 Millionen, das Ergebnis nach Steuern liegt bei 615 Millionen Euro (Vorjahr: 259 Millionen).

Die Verschuldungskennzahl „Gearing Ratio“ (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) verbesserte sich im Jahresvergleich von 43,8 auf 29,8 Prozent. Die Nettoverschuldung sank um 12,8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, das Eigenkapital erhöhte sich um 28,5 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro.

„Außergewöhnlich starkes Ergebnis“

Die Nachfrage nach den hochqualitativen Produkten des Stahl- und Technologiekonzerns entwickelte sich im schwierigen Umfeld – Russland-/Ukraine-Krieg, massiv gestiegene Energiepreise, anhaltende Lieferengpässe und Einschränkungen in der Logistik – in allen Bereichen positiv, wie der Konzern mitteilt. „Die voestalpine hat im ersten Geschäftsquartal ein außergewöhnlich starkes Ergebnis vorgelegt. Wir sind uns aber der möglichen Risiken, die aufgrund der schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2022 auf uns zukommen können, bewusst und haben uns darauf gut vorbereitet“, erläutert CEO Herbert Eibensteiner.

„Deutliche Abkühlung“ erwartet

Im Verlauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2022/23 seien die Konjunkturprognosen zunehmend pessimistischer geworden. Insbesondere für das zweite Halbjahr 2022/23 erwartet der Vorstand „eine deutliche Abkühlung“.

Erwartet wird daher, auf Basis der aktuellen Einschätzung, für das gesamte Geschäftsjahr 2022/23 ein EBITDA in der Höhe von etwa 2 Milliarden Euro, die Erwartung bleibt damit unter dem operativen Ergebnis des Geschäftsjahres 2021/22 (2,3 Milliarden Euro).

Beim aktuellen Ausblick wird zudem davon ausgegangen, dass Europa weiterhin ausreichend mit Gas versorgt wird und „auch die zusätzlichen, derzeit kaum quantifizierbaren, Risiken (Konjunkturentwicklung, Störungen der Lieferketten, Kundenbedarfs-, Rohstoff- und Energiekostenentwicklung) weiterhin beherrschbar bleiben.“


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