Mädchen und Frauen werden fit für die Technik, mit der Gesellschaft für Frauen und Qualifikation
LINZ. Die gemeinnützige Organisation „VFQ - Gesellschaft für Frauen und Qualifiaktion“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mädchen und Frauen fit für technische und nachhaltige Berufe zu machen. Nach 22 Jahren ist Geschäftsführerin Ulrike Bernauer in den wohlverdienten Ruhestand gegangen, ihr folgt Susanne Steckerl nach.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Frauen-Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP) konnte sich vor kurzem am neuen Ausbildungsstandort der VFQ in der Wienerstraße ein Bild der kompetenzorientierten Ausbildung von Mädchen in der Technik machen. Dabei gab es Vorführungen der Auszubildenden im neuen Techniklabor, unter anderem mit dem vom Land OÖ geförderten neuen 3D-Drucker. „Für VFQ stehen die Frauen im Mittelpunkt. Durch die individuelle, engagierte und kompetente Beratung werden deren Stärken und Entwicklungsprozesse gefördert. Die Chancengleichheit von Frauen wird durch aktive Unterstützung und frauenspezifische Begleitmaßnahmen erhöht. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen für die wertvolle Arbeit und vor allem bedanke ich mich bei Ulrike Bernauer, die als arbeitsmarktpolitische Vordenkerin über viele Jahre hinweg Frauen mit Rat und Tat zur Seite stand. Für den wohlverdienten Ruhestand wünsche ich ihr alles Gute“, so Haberlander.
Staffelübergabe in der VFQ
Die VFQ verabschiedete Geschäftsführerin Ulrike Bernauer nach 22 Jahren in den verdienten Ruhestand. Sie hat in dieser Zeit Frauen ein Sprungbrett ins Arbeitsleben ermöglicht. Ihre Nachfolgerin ist Susanne Steckerl. Die 48-jährige ausgebildete Pädagogin und Organisationsentwicklerin setzt sich für Chancengleichheit im gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischen Kontext in Oberösterreich ein. Unterstützt vom Land OÖ, dem AMS OÖ, sowie Bildungsträgern wie der Fachhochschule OÖ, als auch der Pädagogischen Hochschule OÖ erhalten Frauen bei VFQ kompetenzorientiert Fachqualifizierung. „Mein Ziel und das Ziel der VFQ ist ganz klar. Ich stehe im Auftrag der Verbesserung der Lebensarbeitszeit von Frauen!“, ist für Steckerl klar.
Einstieg in eine zukunftsträchtige und nachhaltige Lehre
Neben dem Frauenberufszentrum, einer Dienstleistungsagentur, einer Aqua-Bildungsplattform und einer Start:Klar Weiterbildungsakademie betreibt die VFQ mbH eine Überbetriebliche Ausbildung, die im Auftrag des Landes OÖ, der Abteilung Soziales und des AMS Oberösterreich für Technologische Berufe sorgen.
Berufsbilder wie Elektrotechnik, Energietechnik, Applikationsentwicklung, Coding und Informationstechnologie und Systemtechnik werden für Unternehmen in OÖ angeboten.
Beim Projekt „Orientierung und Lehre“ wird Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren der Einstieg in einen von drei Lehrberufen angeboten:
- Applikationsentwicklung – Coding
- Informationstechnologie – Systemtechnik
- Elektrotechnik – Energietechnik
Nach einem Schnuppertag starten die Teilnehmerinnen mit einer Stabilisierungs- und Orientierungsphase, entscheidet sich die Jugendliche für eine Ausbildung im Rahmen der VFQ Ausbildungswerkstätten, ist es das Ziel, die Auszubildenden auf einen Lehrplatz am ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Dafür werden sie in der praktischen Facharbeit Technik-Labor am neuen Standort in der Wienerstraße 131 vorbereitet, ergänzt um mehrwöchige Praktika in externen Unternehmen sowie den Besuch der Berufsschule in Linz.


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