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Natürlichkeit und "Very Peri" - der diesjährige Trend in der Adventszeit

Anna Fessler, 18.11.2022 12:06

LINZ. Bei einem Besuch in der Tips-Redaktion präsentierten die Landesinnungsmeisterin der Gärtner und Floristen Elke Lumetsberger und Landesinnungsmeister-Stv. Wolfgang Meier die aktuellen Adventkranz-Trends. Auch wenn die Klassiker Rot und Grün bleiben – der Advent steht heuer unter dem Motto „Natürlichkeit“. 

Natur ist Trend: Bei Adventskränzen dominieren Erdtöne. (Foto: Tips)
  1 / 2   Natur ist Trend: Bei Adventskränzen dominieren Erdtöne. (Foto: Tips)

„Mit Beige, Braun, Grün und Cremeweiß in Kombination mit Weiß- und Grautönen liegen im Advent 2022 vor allem natürliche Farben im Trend“, verrät Elke Lumetsberger die wichtigsten Farbtrends für die bevorstehende Weihnachtssaison. Diese würden besonders schön mit getrockneten Natur-Materialien, wie Lunaria, Pampasgras, Euphorbien und wildem Thymian, zur Geltung kommen. Rot und Grün bleibt weiterhin ein Klassiker. Samt- und Satinbändern verleihen den Arrangements einen edlen Schmuck. Duftende Accessoires wie Nüsse, Zimt- und Zuckerstangen sowie Anissterne sorgen für ein zusätzliches Sinneserlebnis.

Trendfarbe des Jahres: Very Peri

„Jene, die kräftigere Töne bevorzugen, kommen ebenso voll auf ihre Kosten, mit knalligen Farben im Stil der 60er-Jahre und natürlich der Trendfarbe des heurigen Jahres, 'Very Peri', die auch in der Adventzeit nicht fehlen darf. Besonders gut wirken diese bunten Blumenarrangements in Glasvasen und -schalen, was stark an den Retro-Chic angelehnt ist.“, so die Expertin weiter. Denen, die es lieber etwas sanfter mögen, empfiehlt Lumetsberger Pastell- und Beerentöne, diese sind nach wie vor up-to-date. Einen Tipp für einen Eyecatcher hat sie auch: „Lila und Rosa kombiniert mit Bordeaux ergibt ein faszinierendes Farbenspiel“.

Schnittamaryllis als Weihnachtsbote

Heuer werden Schnittweihnachtssterne in rundgebundenen Sträußen mit Tannen- und Föhrenzweigen, Beeren und Misteln dekoriert. Wer einen Weihnachtsstern im Topf bevorzugt, sollte beim Kauf darauf achten, dass er fachgerecht verpackt wird. Kälte mögen diese Pflanzen nämlich gar nicht, eine Plastikverpackung kann dazu führen, dass der Weihnachtsstern beim Transport erfriert und die Freude daran nur wenige Tage hält.

Thema Nachhaltigkeit und Selbstversorgung

Bei den Adventskränzen wird zunehmend auf Nachhaltigkeit geachtet, vor allem was die Steckmasse angeht. Das steigende Bewusstsein für dieses Thema ist auch bei der Gartengestaltung wahrnehmbar: Die Nachfrage nach Hochbeeten und Selbstversorger-Gärten steige stetig, so Wolfgang Meier im Gespräch mit Tips. Generell habe in der Corona-Pandemie ein Umdenken stattgefunden, bei vielen Menschen habe der eigenen Garten dadurch an Bedeutung gewonnen – die Sehnsucht nach einem schönen Heim mit entsprechendem Garten sei gewachsen. Das zeige sich auch daran, dass trotz Teuerung gerne in die Gartengestaltung investiert werde.

Trockene Kränze sind brandgefährlich

Die Experten raten übrigens zu frisch gebundenen Kränzen aus dem Fachhandel, da bei vorgebundenen Kränzen aus dem Supermarkt die Brandgefahr Richtung Weihnachten steigt. Je weiter im Voraus der Kranz gebunden wird, umso trockener ist er. Die Brandverhütungsstelle OÖ in Linz warnt jährlich vor trockenen Kränzen mit Adventskerzen als Gefahrenquelle. Lumetsberger und Meier empfehlen aus diesem Grund, auf Die heimischen Blumenfachgeschäfte zu setzen. „Die Kreativität unserer Floristinnen und Floristen kennt keine Grenzen“, sind sich beide einig.


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