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LINZ. Ab dem Jahre 2012 entwickelte Chris Müller die Tabakfabrik zu einem vollständig vermieteten, rentablen Areal, dass Innovation beherbergt und Besucher anzieht. Zwei Jahre vor Ende seiner Vertragslaufzeit übergibt der Direktor und künstlerische Leiter mit 1. Mai 2023 seine Aufgabe an die Nachfolge – die derzeit noch nicht feststeht.

Chris Müller gibt 2023 seine Position als Direktor und künstlerischer Leiter der Tabakfabrik auf. (Foto: Ines Thomsen)

„Wer Innovation ernst nimmt und die Tabakfabrik richtig versteht, wird weiterziehen und Funktionen übergeben, wenn die Zeit dafür gekommen ist.“, sagt Chris Müller bei der offiziellen Verkündung seines bevorstehenden Abschieds. Der Tabakfabrik wird er dennoch erhalten bleiben: Als Mieter mit einem ATMOS-Büro und als Akteur im Netzwerk der Grand Garage. ATMOS, ein Herzensprojekt von Müller, widmet sich dem Thema gesundheitsförderlicher Luft.

Als Gründe für die Entscheidung nennt er die „erreichten Ziele in der Transformation des Areals“, den Innovationsgedanken wie auch persönliche Gründe. Zu seinem 50. Geburtstag will sich Müller ein „neues Leben“ als Unternehmer, Reisender, Vortragender, Autor und Consultant schenken.

Erfolgsprojekt Tabakfabrik

Für die erfolgreiche Transformation der Tabakfabrik sieht er die Ansiedlungsstrategie verantwortlich: Bevorzugt würden nicht die zahlungskräftigen Mieter, sondern jene, die am besten passen. Zudem sei das Areal nachhaltig ausgerichtet worden, etwa mit Bildungsangeboten der Kunstuniversität Linz, des Fadinger-Gymnasiums, des evangelischen Gymnasiums ROSE und dem VALIE EXPORT Center.

Vollvermietetes Areal

Bürgermeister Klaus Luger bedankte sich bei Müller für seinen Einsatz, er sei stolz auf das internationale Aushängeschild für die Stadt. „Was hier geleistet wurde, ist enorm und so konnte früher als erwartet eine vollständige Vermietung erreicht werden. Wir haben wesentliche Schritte früher gemacht, wesentliche Hürden früher genommen als ursprünglich prognostiziert“, so Luger, der Aufsichtsratsvorsitzende der Tabakfabrik. Der Fokus liege nun auf dem laufenden Betrieb, dem weiteren Ausbau von Angeboten für Mieter und Veranstalter und das Zusammenspiel mit dem Neubau „Quadrill“.

„Gestalter der Zukunft“

„Ich bin kein Verwalter der Gegenwart sondern ein Gestalter der Zukunft“ sagt Müller, der auf mehrere Tausend Führungen über das Areal der Tabakfabrik, Hunderte Vorträge und die Konzipierung vieler Learning Journeys zurückblicken kann. „Nichts davon möchte ich missen. Die vergangenen zehn Jahre gehören sicher zu den besten meines Lebens. Dafür danke ich allen voran meinem Team, den Mietern, den Partnern in der Privatwirtschaft und der Stadt Linz, den Aufsichtsratsmitgliedern sowie Bürgermeister Klaus Luger.“, so Müller abschließend.


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