Steigende Einwohnerzahlen: Über 6.400 neue Wohnungen für Linz
LINZ. Linz wächst: immer mehr Menschen zieht es in die Hauptstadt. Die Entwicklung bringt Herausforderungen mit sich, vor allem leistbare Wohnungen sind gefragt.

Mit Stichtag 1. Jänner 2023 hat Linz 211.449 Einwohner, die Zahl der Hauptwohnsitze steigt kontinuierlich an. Planungsstadtrat Dietmar Prammer sieht dies als eine positive Entwicklung, die Wohnbaupolitik sei jedoch gefordert, trotz Teuerung genügend leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Im Vorjahr wurden in Linz 1.134 Wohneinheiten fertiggestellt, zudem sind über 6.400 Wohnungen projektiert oder in Bau.
Großprojekt im Franckviertel
Laut Statistik teilt sich die Zahl auf 2.184 in Bau befindliche Wohneinheiten, 1469 baubewilligte Wohnungen, 1.289 zur Bewilligung eingereichte Wohnungen und 654 Wohneinheiten, die kurz vor der Einreichung stehen, auf. Ein großes Wohnbauprojekt ist etwa das „Wimhölzel-Hinterland“ der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG. Bis 2028 entstehen im Linzer Franckviertel in vier Etappen insgesamt 400 Wohnungen. Der erste Bauabschnitt betrifft den östlichen Teil des Gebiets an der Ing.-Stern-Straße. Hier werden 100 Wohnungen errichtet, 28 davon altersgerecht ausgeführt. Die GWG investiert in das Projekt knapp 50 Millionen Euro.
Ursprünglich große Aufregung um Wimhölzel Hinterland
Als die GWG im März 2017 den Abriss und Neubau der Wohnblöcke im Franckviertel ankündigte, war die Aufregung unter den Mietern groß. Manche befürchteten, sich die neuen Wohnungen nicht mehr leisten zu können, ältere Mieter hatten mit dem erforderlichen Umzug an sich Probleme. Eine Bürgerinitiative gründete sich gegen den Abriss. Durch einen Sozialplan, Ausgleichszahlungen an die Mieter und ein kooperatives Verfahren, bei dem die Bewohner in den Planungsprozess mit eingebunden wurden, konnten die Sorgen dann großteils ausgeräumt werden.


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