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LINZ. Nach den fremdenfeindlichen Aussagen von FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl in einer Fernsehdiskussion stellen sich Menschen in Linz auf die Beine, um für ein vielfältiges Österreich einzustehen. Am Donnerstag, 16. Februar findet um 18 Uhr eine Mahnwache statt, die auch den Opfern des Erdbebens in der Türkei und Syrien gedenkt.

Um 18 Uhr verwandelt sich der Martin Luther Platz in einen Ort des Gedenkens und der Solidarität (Foto: Stadt Linz)

Nachdem der niederösterreichische FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl in der Puls4-Sendung „Pro und Contra“ mit einer fremdenfeindlichen Aussage für Aufregung gesorgt hat, veranstaltet eine Gruppe engagierter Linzer am Donnerstag, 16. Februar eine Mahnwache für „Menschlichkeit und Vielfalt“. Eine Wiener Schülerin mit Migrationshintergrund erklärte Waldhäusl, dass der Großteil ihrer Klasse nicht in Österreich wäre, hätte sich seine Asylpolitik durchgesetzt. Waldhäusl antwortet dem Mädchen, dass „Wien noch Wien“ wäre, wären sie nicht hier.

Gedenkminute für Erdbebenopfer

Auch die Aussagen des offen rechtsextremen FPÖ-NÖ-Landesrates Udo Landbauer veranlassen die Organisatoren, Mahnwache zu halten. Landbauer sprach sich auf Twitter gegen österreichische Krisenhilfe für die Erdbebengebiete in der Türkei und Syrien aus, die er als „Millionengeschenken an das Ausland“ betitelte.

Ab 17.45 Uhr versammeln sich alle Teilnehmenden am Martin Luther Platz in Linz. Um 18 Uhr gibt es eine Gedenkminute für die Opfer des Erdbebens. „Aber wir werden auch laut sein gegen dieses zutiefst menschenverachtende, rassistische und rechtsextreme Gedankengut“, betont Kurt Mitterndorfer, Redner bei der Mahnwache.

Organisiert wird diese von Beatrice Keplinger und Barbara Mitterndorfer-Ehrenfellner.

Solidarität mit allen

„Immer wieder werden hier Grenzen aufgeweicht, wir wollen deshalb unsere Solidarität mit allen Menschen zeigen, die hier in Österreich leben, aber auch mit den Opfern des Erdbebens, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft, religiöser Zugehörigkeit oder anderen Faktoren“, so die Veranstalter. Ein Meer aus Lichtern soll die menschliche Wärme symbolisieren.


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