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LINZ. Seit über einem Jahr steht die ehemalige Biomarkthalle „Glashaus“ am Grünmarkt in Urfahr leer. Nun löst die Stadt Linz das Gebäude aus der Marktordnung heraus, künftig soll es ausschließlich gastronomisch genutzt werden. Für die freie Fläche wird nun nach einem Gastro-Angebot gesucht.

Das Problemkind der Linzer Märkte: der Grünmarkt in Urfahr. (Foto: Volker Weihbold)
Das Problemkind der Linzer Märkte: der Grünmarkt in Urfahr. (Foto: Volker Weihbold)

Die bestehende Gastronomie bleibt erhalten, auch der traditionelle Wochenmarkt ist nicht von der Änderung betroffen. Die Entscheidung habe sich nach Gesprächen mit Experten und potentiellen Investoren als bestmögliche Lösung herauskristallisiert, so die Stadt Linz. In Abstimmung mit der zuständigen Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) soll zudem die Aufenthaltsqualität am Freigelände verbessert werden – durch Beschattung und Begrünung.

Gescheiterte Neustarts

Im Jahr 2006 erwarb die Stadt Linz die alten Kioske am Grünmarkt, aus einem Architekturwettbewerb für die Neugestaltung des Areals geht 2008 der Linzer Architekt Bernhard Rosensteiner hervor. Die offizielle Eröffnung des neuen Grünmarktes fand 2012 statt, die Umgestaltung kostete um die 3,7 Millionen Euro.

2016 erntete der Grünmarkt nach einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Spectra die meiste Kritik unter den Linzer Märkten. Das Gesamtbild missfiel 17 Prozent der Befragten. Nach längerem Leerstand eines Großteils der Geschäftsflächen sollte 2021 ein Neustart erfolgen. Die Stadt investierte dafür 200.000 Euro. Unter dem Motto „Bio, regional, sicher“ eröffnet der Betreiber Bio Austria die Markthalle „Glashaus“. Im Juni 2022 musste Konkurs angemeldet werden, seither steht die Halle leer.

Neuer Plan soll Grünmarkt „spürbaren Schub“ geben

Nun verspricht sich die Stadt Linz von der Entlassung aus der hoheitlichen Marktordnung erneut frischen Wind für den Grünmarkt. Bürgermeister Klaus Luger erwartet sich von der Lösung „einen spürbaren Schub für den Grünmarkt.“ Liegenschaftsstadtrat Dietmar Prammer sagt, die Herauslösung aus der Marktordnung ermögliche es, flexibler auf die Bedürfnisse interessierter Gastro-Betriebe einzugehen. „Ich bin zuversichtlich, dass sich für diesen attraktiven Standort im frequenzstarken Stadtteil Urfahr in naher Zukunft passende Betreiber mit attraktiven Konzepten finden werden“, so Prammer.

Die für Märkte zuständige Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer sagt: „Das vorliegende Konzept bietet sowohl für Kunden, bestehende Pächter und Marktbeschicker als auch für Gastronomiebetriebe auf Standortsuche interessante Perspektiven. Wir möchten auch mit Veranstaltungen das neu gestaltete Areal bespielen.“


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