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LINZ. Seit August ist der im Vorfeld heftig umstrittene Gender-Erlass in Niederösterreich in Kraft, die Verwendung von Binnen-I und Genderstern ist in Landesbehörden seither nicht mehr erlaubt. Nun wollen die Linzer Freiheitlichen einen Gemeinderatsantrag stellen, nach dem der Linzer Magistrat auf das Gendern verzichten soll.

Gendern kann man auf verschiedene Arten: Die Linzer FPÖ stellt einen Antrag im Gemeinderat, nach dem der Linzer Magistrat auf Gendern künftig verzichten soll. (Foto: Tips/af)

Die Lesbarkeit amtlicher Texte werde durch die Verwendung von Genderstern, Gender-Gap oder Gender-Doppelpunkt wesentlich erschwert, ohne dabei einen Beitrag zur Gleichstellung zu leisten, so die Linzer FPÖ. „Ich werde daher in der kommenden Gemeinderatssitzung den Antrag einbringen, dass der Linzer Magistrat künftig auf die Verwendung von Genderkonstruktionen verzichtet“, kündigt die FP-Gemeinderätin Patricia Haginger an.

Der Linzer Magistrat setzt seit 2014 auf eine gendergerechte Sprache. Die Gleichstellung zwischen Mann und Frau auch sprachlich zu verfestigen sei auch für die Freiheitlichen begrüßenswert. De Art der Umsetzung - etwa durch Satzzeichen in Wörtern - würde jedoch die Verständlichkeit und Lesbarkeit von Texten massiv beeinträchtigen.

FP-Gemeinderätin Haginger: „Erschwert erfolgreiche Integration“

„Es gibt in unserer Gesellschaft auch erwachsene Personen mit verminderter Lese- und Schreibfähigkeit, die enormen Schwierigkeiten haben, auch nur einfache Texte zu lesen und zu schreiben. Diese Bevölkerungsgruppe wird durch einen aus vermeintlich politischer Korrektheit angewandten Sprachgebrauch mit Sonderzeichen diskriminiert. Dazu kommt auch die Tatsache, dass die sogenannte gendergerechte Sprache den zugewanderten Mitbürgern das Erlernen und Anwenden der deutschen Sprache und Grammatik erschwert.“, meint Haginger.


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