Halloween-Bilanz: Keine Krawalle, aber Böllerwürfe und ein brennendes Auto
LINZ. Weitgehend ruhig blieb es am Jahrestag der Halloween-Ausschreitungen in Linz. Im Linzer Süden wurden einige Böller gezündet, in der Zeppelinstraße wurde ein Auto von unbekannten Tätern in Brand gesteckt.

Ab dem Nachmittag des 31. Oktobers war die Polizei vor allem in der Innenstadt sehr präsent, der Einsatz dauerte bis 2 Uhr nachts. Neben den Böllerwürfen und der mutmaßlichen Brandstiftung wurden auch einige Feuerwerkskörper abgenommen. In der Leonfeldner Straße wurde ein Mülleimer durch Pyrotechnik gesprengt. Zudem gab es diverse Verwaltungs- und Verkehrsanzeigen sowie mehrere Identitätsfeststellungen und Personsdurchsuchungen durch die Polizei.
Sicherheitsstadtrat Raml: Ruhige Halloween-Nacht sollte selbstverständlich sein
Der FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml meint: „Ein ruhiger 31. Oktober sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Linzer verdienen ein sicheres und beschauliches Zuhause. Trotzdem herrschte in unserer Stadt gestern eine Ausnahmesituation mit massiver Polizeipräsenz.“
Diese hohe Polizeipräsenz habe „mit Sicherheit dazu beigetragen, dass erst gar niemand eine Wiederholung des letzten Jahres austesten wollte.“ Solche Großaufgebote der Polizei zu Halloween und Silvester sollten jedoch keine Dauerlösung sein, so Raml. Man dürfe auch die zahlreichen Böllerschüsse im Linzer Süden nicht verharmlosen.
Auch Streetworker zu Halloween verstärkt im Einsatz
Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendhilfe wurden auf Initiative von Landesrat Michael Lindner in diesem Jahr verstärkt präventive Maßnahmen im Streetwork-Bereich gesetzt, um Kinder und Jugendliche zu Halloween von der Straße fern zu halten. So boten die Jugendzentren Halloweenparties mit gemeinsamem Essen und Aktivitäten bis 22 Uhr an. Der Teenie-Standort blieb an diesem Abend bis 20 Uhr geöffnet und in den Straßen von Linz waren alle Streetworker unterwegs.
„Mit diesem Bündel an präventiven Vorkehrungen haben wir im Rahmen der Möglichkeiten unseren Beitrag geleistet, damit sich die Vorfälle des vergangenen Jahres nicht wiederholen. Dafür möchte ich allen, die an diesem Abend im Einsatz waren, danken und ihnen meinen höchsten Respekt aussprechen“, so Jugendschutz-Landesrat Lindner.


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