Frauengerechte Stadtgestaltung: Vier-Parteien-Antrag im Linzer Gemeinderat angenommen
LINZ. Im Jahr 2030 werden 2,5 Milliarden Frauen in Städten leben und arbeiten, die in den meisten Fällen von Männern geplant und gebaut wurden. So ist es auch in der Stadt Linz der Fall. Nun wurde ein Vier-Parteien-Antrag für eine frauengerechtere Stadtgestaltung im Gemeinderat beschlossen.

Das afo (architekturforum oberösterreich) brachte im Februar in Kooperation mit dem Frauenbüro die Ausstellung „Frauen Bauen Stadt“ nach Linz. Dabei wurde thematisiert, wie fehlende Perspektiven unterschiedlicher Nutzer in eine Stadtplanung einfließen können und welche Rolle dabei Architektinnen, Stadtplanerinnen und Städtebauerinnen spielen. Außerdem wurde dabei die Frage gestellt, wie Städte geplant sein müssen, damit sich Frauen darin wohlfühlen. Ein fraktionsübergreifender Besuch der Ausstellung wurde organisiert, welcher in einem Vier-Parteien-Antrag der SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen resultierte. Darin wurde ein parteiübergreifendes Bekenntnis von Linz als Frauenstadt gefordert.
„Wir wollen damit einerseits das Bewusstsein schaffen, dass die Stadt Linz so gestaltet sein muss, dass sich alle Geschlechter darin gleichermaßen wohlfühlen. Andererseits soll ein konkreter Prozess in Gang gesetzt werden, bei dem die Bedürfnisse und Wünsche von Linzerinnen abgefragt werden“, so die vier Antragsstellerinnen Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne), Gemeinderätin Paulina Wessela (SPÖ), Gemeinderätin Theresia Ganhör (ÖVP) und Gemeinderätin Martina Tichler (FPÖ).
Workshop für künftiges Handeln
Gemeinsam mit den involvierten Geschäftsbereichen und Abteilungen soll ein Workshopformat entwickelt werden, worin die Ergebnisse der Befragung der Ausstellung bewertet und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Linzer Stadtgestaltung abgeleitet werden sollen.
Der Antrag wurde nun im Linzer Gemeinderat einstimmig beschlossen. „Die betroffenen Geschäftsbereiche, die Linzer Frauenorganisationen und alle im Gemeinderat vertretenen Parteien werden zur Teilnahme eingeladen. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern des Stadtparlaments für die Zustimmung und freuen uns auf die nächsten konkreten Schritte“, so Schobesberger, Wessela, Ganhör und Tichler.


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