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LINZ. Weniger Autos, mehr Radwege und Spielplätze sowie Rauchverbote - das wünschen sich Linzer Volksschüler für eine kinderfreundlichere Stadt. Das Projekt „Kinder-Stadt“ hat sich zum Ziel gesetzt, Linz zu einer familienfreundlicheren Stadt zu gestalten. Mit Olympia-Kanutin Viktoria Schwarz und Peter Bangelmeier, Geschäftsführer von Eiler Schuhe, gibt es dafür erste prominente Unterstützung.

V.l.: Olympia-Kanutin Viktoria Schwarz mit Söhnchen Ben Vito (1), Vizebürgermeister Martin Hajart und Eiler-Geschäftsführer Peter Bangelmeier (Foto: Lea-Sophie Kraus)

Bereits im März wurde das Thema „Kinder an die Macht – Stadt neu gedacht“ beim Future-Talk zusammen mit Vizebürgermeister Martin Hajart (VP), Experten und zwei Volksschulklassen diskutiert. Dabei wurden über 40 Kinder in einem Zeichenwettbewerb gefragt, wie sie ihre Traumstadt vorstellen. Die Kinder wünschten sich unter anderem mehr Radwege, weniger Autos, mehr Spielplätze und Grünflächen sowie Rauchverbote.

Nun sollen die vorgeschlagenen Ideen umgesetzt werden, um den fast 40.000 Kinder und Jugendliche sowie etwa 27.500 Familien in Linz genügend Spiel- und Lebensraum in der Stadt zu bieten. Geplant ist, die Landstraße, den Hauptplatz und den Bereich der Donau in kinderfreundliche Familienzonen zu verwandeln. Die geplanten Familienzonen sollen sich auf acht Themen-Schwerpunkte konzentrieren: physische und psychische Gesundheit der Eltern, Innenstadt/Wirtschaft, Bewegung und Sport, Gesundheit und Ernährung, Donau, Bildung, Soziales, Kunst und Kultur sowie Mobilität und Verkehr.

Kinderfreundlichkeit würde auch die Innenstadt-Wirtschaft und den Tourismus beleben, betont Hajart. Unterstützt wird der Start des Projekts von der Olympia-Kanutin Viktoria Schwarz und Peter Bangelmeier, Geschäftsführer von Eiler Schuhe, die als Experten für Bewegung und Wirtschaft mitwirken.

Lauftreffs für Eltern

Olympia-Kanutin und Mutter Viktoria Schwarz startet am 19. Juli eine Mitmach-Aktion zur Förderung der physischen und psychischen Gesundheit von Eltern. Unter dem Motto „Lauft Mommies und Daddies, lauft!“ lädt sie Eltern

an fünf Vormittagen

zu einem Kinderwagen-Lauftreff und Workout an die Donau ein, an denen sie selbst mit ihrem einjährigen Sohn Ben Vito teilnehmen wird. Schwarz möchte ihre Erfahrungen und sportlichen Fähigkeiten an junge Eltern weitergeben und betont die Bedeutung von Bewegung für das emotionale Gleichgewicht.

„Ich wünsche mir eine Innenstadt, wo balancieren, klettern, toben, spielen und Kind-Sein kein Privileg sondern eine Selbstverständlichkeit ist, wo man sich als Eltern willkommen fühlt“, so Schwarz Vision einer kinderfreundlichen Innenstadt. Für Hajart sind genau diese Rückmeldungen von Eltern essenziell: „Eine Stadt für Kinder muss ein Beteiligungsprozess sein und darf nicht irgendwo im stillen Kämmerlein stattfinden.“

Termine für das Kinderwagen-Lauftreff mit Spitzensportlerin Viktoria Schwarz, Treffpunkt ist jeweils an der Donaulände Höhe Sandburg:

Freitag 19.7., 9:30 Uhr

Freitag 02.8., 9:30 Uhr

Freitag 16.8., 9:30 Uhr

Freitag 30.8., 9:30 Uhr

Freitag 13.9., 9:30 Uhr

Kinderspielecke für Betriebe

Die zweite Mitmach-Aktion des Projekts „Kinder-Stadt“ konzentriert sich auf die Innenstadt und Wirtschaft. Peter Bangelmeier, Geschäftsführer von Eiler Schuhe, führt sein Geschäft als ersten „Kinder Willkommen“-Betrieb ein, eine Initiative des OÖ und des Österreichischen Familienbunds. Der Familienbund OÖ stellt Pakete für kinderfreundliche Ausstattung in Handel und Gastronomie zusammen, zum Beispiel Kinderspielecken mit Kletterdreiecken, Montessorispielzeug und Maltische.

Bangelmeier betont die Wichtigkeit, ein erlebbares Angebot für Kinder und Familien zu schaffen: „Dieses Angebot muss über den Verkauf hinausgehen und vielmehr für Kinder erlebbar sein. Es braucht Zonen, in der sich Kinder aufhalten und spielen können. Wir stecken aktuell alle Möglichkeiten ab und werden zeitnah das Angebot für Kinder in der Stadt mit Schuhen und Kleidung ausweiten. Ob das bekannte Karussell aus dem Traditionshaus Eiler wieder aufgebaut wird, wird sich bald zeigen. Viele Linzer erinnern sich auf jeden Fall gerne daran.“

Aquapark für den Pichlingersee

Im nächsten Gemeinderat will Hajart zudem einen Antrag stellen, mehr Kinder-Angebote am Pichlingersee zur Verfügung zu stellen. Ein Aquapark, also ein schwimmender Geschicklichkeits-Parcours, könne das Naherholungsgebiet im Linzer Süden deutlich attraktiver machen, so Hajart. Solch ein Parcours besteht aus aufblasbaren Plattformen und Rutschen, auf denen geklettert, gesprungen und gerutscht werden kann. Dabei soll der Badespaß aber auch Geschicklichkeit und Bewegung von Kindern und Jugendlichen gefördert werden.


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