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Baumoffensive, Hitzenotfallplan und Co.: Wie Linz mit Folgen der Erderwärmung umgeht

Marlis Schlatte, 15.10.2024 13:09

LINZ. Auch der vergangene Sommer brachte wieder extreme Wetterereignisse mit sich, etwa Hochwasser oder eine Vielzahl an Hitzetagen. In der Stadt werden klimatische Veränderungen besonders deutlich, kühlt die Temperaturen vor allem nachts oft nicht genug ab. Im ersten Jahresbericht der Klimaanpassung der Stadt Linz werden nun die Auswirkungen beschlossener Maßnahmen aufgezeigt.

Eine Maßnahme der Klimawandelanpassung in Linz ist die Baumoffensive. Dabei werden unter anderem auch in der Bürgerstraße Bäume nach dem Schwammstadt-Prinzip gepflanzt. (Foto: Studio Blaugruen)

Die Stadt Linz verfolgt das Ziel, nicht nur Maßnahmen für den Klimaschutz zu setzen, sondern auch für eine Klimaanpassung. Dabei wird versucht, bereits spürbare Folgen der Erderwärmung zu bewältigen und die Lebensqualität in Linz zu erhalten. Dazu wurde das Anpassungskonzept „Zukunft Linz“ im Juni 2023 im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Rund ein Jahr später liegt nun der erste Jahresbericht vor, der den Zeitraum Juni 2023 bis Ende Sommer 2024 umfasst. Darin werden die Fortschritte bei der Umsetzung des Anpassungskonzepts bewertet. Die zuständigen Fachabteilungen und Geschäftsbereiche berichten regelmäßig an die Abteilung Stadtklimatologie und Umwelt (SKU), die für die fachliche Einordnung der Fortschritte verantwortlich ist.

Mit 30 Maßnahmen wurde im ersten Aktionsprogramm zur Klimawandelanpassung gestartet. Vier davon werden im Jahresbericht besonders hervorgehoben und detailliert dargestellt.

Vier Maßnahmen der Klimaanpassung

  • Zum einen ist das der Hitzenotfallplan, welcher die Linzer Bevölkerung vor den Folgen extremer Hitze schützen soll. Dabei werden etwa besonders betroffene Personengruppen identifiziert, eine frühzeitige Hitze-Warnung etabliert und ein Stadtplan mit „kühlen Orten“ entwickelt. Denn an immer mehr Tagen erreicht die Temperatur über 30 Grad Celsius.
  • Eine weitere Maßnahme ist die Baumoffensive, ein Projekt, bei dem Bäume in städtischen Hitzeinseln gepflanzt werden. Damit soll Hitze durch mehr Schatten und Grün verringert werden.
  • Mit der Biotopkartierung soll die Biodiversität in Linz erhalten und gefördert werden. Damit sollen genaue Informationen zu Biotoptypen und Pflanzenarten geliefert und ein Abgleich mit der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen Oberösterreichs und Österreichs ermöglicht werden, um bedrohte Arten zu identifizieren und zu schützen.
  • Als vierte Maßnahme gibt es den städtischen Klimafonds, der mit jährlich einer Million Euro bereits mehr als 50 Projekte zu Klimaschutz und Klimaanpassung gefördert hat. Daraus wurden etwa auch die Begrünungsmaßnahmen an der Fassade der Goetheschule oder die Stadtklimagespräche im „Klimaeck“ gefördert.


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