Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

"Keine Einzige mehr!": Bündnis 8. März machte auf Nibelungenbrücke auf Femizide aufmerksam

Marlis Schlatte, 26.11.2024 10:45

LINZ. Am 25. November waren 26 Frauen, gekleidet in weißen Kutten, auf der Nibelungenbrücke in Linz zu sehen. Mit dieser Aktion machte das überparteiliche „Bündnis 8. März“ auf jene Frauen in Österreich aufmerksam, die 2024 durch Männer ermordet worden sind.

  1 / 2   26 in weißen Kutten gekleidete Frauen machten auf der Nibelungenbrücke auf ermordete Frauen aufmerksam. (Foto: MecGreenie Production oG)

Laut dem Verein „Autonome Österreichische Frauenhäuser“ (AÖF) gab es heuer bereits 26 Femizide und 39 Mordversuche und Fälle schwerer Gewalt an Frauen in Österreich (Stand: 11. November 2024). Der gefährlichste Ort für viele Frauen sind die eigenen vier Wände, denn beim überwiegenden Teil der Morde an Frauen bestand ein Beziehungs- oder familiäres Verhältnis zwischen Täter und Opfer.

Ein Femizid, also der Mord einer Frau aufgrund ihres Geschlechts, ist aber nur die Spitze des Eisberges. Formen von Gewalt erleiden Frauen meist schon viel früher, etwa psychische oder sexualisierte Gewalt. Laut Gewaltschutzzentren gab es 2023 in Österreich 15.191 Betretungs- und Annäherungsverbote.

Forderungen an politische Verantwortliche

Der 25. November markiert den internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen sowie den Start der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Dem zum Anlass setzte das überparteiliche „Bündnis 8. März“ ein Zeichen auf der Nibelungenbrücke in Linz. Zwei Stunden lang machten sie auf die 26 Frauen aufmerksam, die in Österreich von Männern 2024 bereits ermordet wurden. Dazu forderten sie: „Wir wollen uns lebend. Keine Einzige mehr!“

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 Organisationen, die gemeinsam folgende Forderungen an die politischen Verantwortlichen richten:

  • Frauenberatungsstellen ausreichend zu finanzieren – statt Kürzungen, Basisfinanzierung!
  • Frauenhäuser rascher und mehr auszubauen.
  • Ein umfassendes Programm für Täter- und Burschenarbeit auszuarbeiten.
  • Regelmäßige Hochrisikofallkonferenzen über die Bundesländergrenzen hinweg.
  • Polizei und Justiz dementsprechend auszubilden.
  • Gewaltprävention im Lehrplan der Pflichtschulen zu verankern.
  • Präventionsprogramme und Antigewalttrainings für Gefährdete.
  • Der Verpflichtungen im Rahmen der Istanbul-Konvention nachzukommen.

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Christiane Frauscher wird neue Wirtschaftslandesrätin in Oberösterreich

Christiane Frauscher wird neue Wirtschaftslandesrätin in Oberösterreich

LINZ. Die Innviertlerin Christiane Frauscher folgt Markus Achleitner nach, der nach acht Jahren in der Landesregierung in die Privatwirtschaft ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Landesrat Achleitner macht Platz und bereitet die Übergabe vor

Landesrat Achleitner macht Platz und bereitet die Übergabe vor

LINZ. Markus Achleitner verlässt die oberösterreichische Landesregierung und kehrt in die Privatwirtschaft zurück. Am Freitag, 16. Oktober ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Landesrat Achleitner vor Ablöse 

Landesrat Achleitner vor Ablöse 

LINZ. Seit Donnerstagabend häufen sich die Gerüchte um eine Ablöse von Landesrat Markus Achleitner (ÖVP). Heute Freitag um 10 Uhr tritt er ...

Tips - total regionalNora Heindl
JKU Linz bestellt fünf Vizerektoren für neue Amtszeit wieder

JKU Linz bestellt fünf Vizerektoren für neue Amtszeit wieder

LINZ. Die Johannes Kepler Universität setzt auf ihr bisheriges Führungsteam. Die fünf Vizerektoren wurden für die nächste Amtszeit wiederbestellt. ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Wellnessoase Hummelhof in Linz wird für zehn Millionen Euro modernisiert

Wellnessoase Hummelhof in Linz wird für zehn Millionen Euro modernisiert

LINZ. Die Wellnessoase Hummelhof in Linz wird umfassend saniert - Tips hat berichtet. Zehn Millionen Euro werden dafür von der Linz AG in die ...

Tips - total regionalBrandstetter Olivia
Vorläufiger Stopp für Rindertransporte über Linzer Flughafen

Vorläufiger Stopp für Rindertransporte über Linzer Flughafen

LINZ/HÖRSCHING/WIEN. Nachdem Transporte von Rindern aus Ungarn über den Linzer Flughafen nach Turkmenistan für Aufregung sorgten, hat das ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Weitere Beiträge