Lobbyistin für Menschen ohne große Lobby: Tips-Talk zur Bürgermeisterwahl mit Gerlinde Grünn
LINZ. Tips hat die KPÖ-Bürgermeisterkandidatin Gerlinde Grünn zum Interview getroffen – das Gespräch gibt es hier zum Nachhören.

Tips-Redakteurin Anna Fessler wollte von Gemeinderätin Gerlinde Grünn etwa wissen, wie aus ihrer Sicht ein moderner Kommunismus aussehen kann, da das Wort aufgrund kommunistischer Diktaturen negativ behaftet ist. Grünn meint, wenn man sich die Arbeit der KPÖ in Linz ansehe, brauche sich niemand zu fürchten. Man sehe an den gesetzten Initiativen, worum es ihr gehe: die Anliegen jener Menschen in der Kommunalpolitik zu vertreten, die ansonsten wenig Gehör finde.
Sichtweise von unten
Was sie vom Mitbewerb unterscheide, sei die „Sichtweise von unten“, als langjährige, erfahrene Gemeinderätin. Ihre erste Priorität für Linz sei eine „wirkliche Demokratisierung“, sprich: die Aufwertung des Gemeinderates, ganz unten auf der Liste stehe für Grünn das Repräsentieren. Einen Neujahrsempfang für die Eliten der Stadt werde es mit ihr als Bürgermeisterin nicht geben.
Kein Law and Order, Fokus auf soziale Aspekte in allen Bereichen
Sie vertrete einen Sicherheitsbegriff abseits von „Law and Order“-Politik, sieht soziale Sicherheit als wesentlich und würde Konflikte im öffentlichen Raum über Sozialarbeit lösen. Für die soziale Sicherheit seien mehr freiwillige soziale Leistungen der Stadt Linz nötig – sie nennt etwa ein kostenloses Mittagessen in Kindergärten und Horten als Beispiel, das sie gerne umsetzen möchte.
Im Integrationsbereich müsse man die Menschen gut versorgen, um sie abzusichern. Auch beim Thema Klima- und Umweltschutz stehen für Grünn soziale Aspekte im Vordergrund, man müsse gerade in weniger wohlhabenden Wohnvierteln Maßnahmen gegen die Hitzebelastung setzen. Für die Jugend schweben ihr mehr Aufenthaltsmöglichkeiten ohne Konsumzwang und viele Sportangebote vor.
Das Gespräch fand am 19. November im Büro der Gemeinderätin statt.


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