Zukunftsforum bündelt Kräfte für den Standort Oberösterreich
LINZ. Beim Zukunftsforum OÖ 2026 am 6. Mai im Oberbank Donau-Forum in Linz treffen sich wieder zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Interessenvertretungen und feilen an Visionen für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich.

Für die Veranstaltung am 6. Mai sind bereits 500 Personen angemeldet, im Mittelpunkt stehen Comeback-Storys. Die oberösterreichische Standortagentur Business Upper Austria veranstaltet das Zukunftsforum. Kooperationspartner sind auch heuer wieder die Wirtschaftskammer OÖ, die Arbeiterkammer OÖ und die Industriellenvereinigung OÖ.
„Das Zukunftsforum OÖ 2026 macht einmal mehr sichtbar, dass die Standortpartner gemeinsam mit dem Land OÖ am Aufwind für Oberösterreich arbeiten“, betont Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner.
Vorträge
Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria, spricht über die Herausforderungen und Chancen am Industriestandort Oberösterreich. Christoph M. Schneider, Geschäftsführer der Economica GmbH erläutert, was es für den Aufwind braucht: Innovation und Produktivität. Eva Zeglovits, Miteigentümerin des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES), streicht gut ausgebildete Beschäftigte und lebenslanges Lernen als Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort hervor. Am Abend spricht Harald Leitenmüller von Microsoft über die Rolle der künstlichen Intelligenz für einen Industriestandort. Unternehmen wie die Rabmer Gruppe, FACC AG, Miba, MIC und KEBA schildern, wie sie Gegenwind in Aufwind drehen.
Standort unter Druck
Oberösterreich steht wirtschaftlich aktuell unter Druck. Geopolitische Spannungen, volatile Energiepreise und ein zunehmend intensiver internationaler Wettbewerb hinterlassen Spuren. „Das zeigt sich bei Exporten, Investitionen und der Produktivitätsentwicklung. So sind etwa die Exporte zuletzt zurückgegangen, gleichzeitig steigen die Standortkosten. In Summe hat der Wirtschaftsstandort Oberösterreich in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren“, analysiert Wirtschaftskammer OÖ-Präsidentin Doris Hummer die Lage.
Forderungen der Arbeiterkammer OÖ
Die Arbeiterkammer lobt, dass es mit der Industriestrategie Österreich 2035 erstmals seit Jahren wieder ein industriepolitisches Grundsatzpapier einer Bundesregierung gibt und stellt Forderungen für den Standort Oberösterreich. Neben der Sicherstellung der Versorgung mit günstiger, erneuerbarer Energie auch die finanzielle Stärkung der Gemeinden, um regionale Wertschöpfung zu ermöglichen. Auch auf Weiterbildung und Qualifizierung soll ein Fokus gelegt werden.
„Unser Bundesland muss die Industriestrategie nutzen, um bei Lücken nachzubessern, bereits vorhandene Strategien danach auszurichten und einen klar definierten Plan für Unternehmen und Beschäftigte auszuarbeiten“, so Arbeiterkammer OÖ-Präsident Andreas Stangl.
Kritik an Doppelbudget
Kritik am neuen Doppelbudget der Bundesregierung kommt von der Industriellenvereinigung OÖ. Das aktuelle Doppelbudget bringe zusätzliche Belastungen für den Standort, ohne die notwendigen strukturellen Reformen ausreichend voranzutreiben“, so IV OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Positiv hervorzuheben sei die Senkung der Lohnnebenkosten als Schritt zur Entlastung der Unternehmen. Die geplanten Maßnahmen zur Gegenfinanzierung, insbesondere die Fortführung der Bankenabgabe und die Anhebung der Körperschaftssteuer inklusive der systemfremden Einführung einer Progression, werde die positive Wirkung auf die Personalkosten in Österreich unmittelbar wieder deutlich reduzieren, so Haindl-Grutsch.
Alle Informationen zum Zukunftsforum und weitere Veranstaltungen zum Thema gibt es unter https://www.zukunfts-forum.at/


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