Kritik an geplanter Verschiebung von ÖBB-Ausbau im Linzer Süden
Ö/OÖ/LINZ. Die ÖBB haben den Rahmenplan 2027 bis 2032 veröffentlicht. Dabei kommt es auch zu Verschiebungen von Vorhaben, darunter der viergleisige Ausbau zwischen Linz Kleinmünchen und Linz Hauptbahnhof. Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und der Klubobmann der Linzer Grünen Helge Langer üben Kritik.

Weiter auf Schiene sind laut Rahmenplan 2027 bis 2032 in Oberösterreich die ÖBB-Projekte
- Viergleisiger Ausbau Linz – Wels (Inbetriebnahme 2031)
- Verschiebebahnhof und Terminal Wels (Inbetriebnahme 2027)
- Elektrifizierung der Mattigtalbahn Friedburg – Braunau am Inn (Inbetriebnahme Elektrifizierung 207, Taktverdichtung bis 2032)
- Elektrifizierung Innkreisbahn Neumarkt-Kallham – Braunau am Inn inkl. Bahnhof Ried (Inbetriebnahme 2029)
Angepasst wurden die Pläne bzw. verschoben wurden folgende Projekte in Oberösterreich:
- Pyhrnstrecke Linz – Selzthal, selektiv zweigleisiger Ausbau und Bahnhofsumbauten (Inbetriebnahme 2039 statt 2037)
- Modernisierung Salzkammergutbahn Stainach-Irdning – Attnach Puchheim (Inbetriebnahme schrittweise bis 2033 statt 2030)
- Elektrifizierung Donauuferbahn St. Valentin – St. Nikola-Struden (Inbetriebnahme 2033)
- Haltestelle Timelkam (Inbetriebnahme 2030)
- Linz Kleinmünchen – Linz Hbf, viergleisiger Ausbau (Inbetriebnahme 2035 statt 2033).
Prammer: „Rückschlag für Linzer Süden“
Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) übt scharfe Kritik an der Verschiebung des viergleisigen Ausbaus Kleinmüchen-Hauptbahnhof und fordert eine klare Priorität dafür. „Dieser Ausbau ist kein Randprojekt, sondern eine zentrale Voraussetzung für einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr im Linzer Süden. Er ist entscheidend für bessere S-Bahn-Verbindungen von Pichling und Ebelsberg zum Hauptbahnhof und weiter Richtung St. Valentin. Jede weitere Verzögerung trifft genau jene Stadtteile, die seit Jahren auf eine bessere Schienenanbindung warten“, so Prammer.
Die Verschiebung werde zwar mit der Koordination mehrerer großer Bauvorhaben begründet, für Linz bleibe sie dennoch problematisch. „Linz ist einer der wichtigsten Wirtschafts- und Industriestandorte Österreichs. Trotzdem werden notwendige ÖV-Ausbauprojekte für diese Stadt seit Jahren immer wieder nach hinten gereiht. Das muss endlich aufhören“, so Prammer.
Er nimmt auch das Land in die Pflicht, dieses sei gefordert, dien Lückenschluss gegenüber dem Bund mit Nachdruck einzufordern.
Grüne: „Bundesregierung darf nicht zum Bremsklotz werden“
Auch die Linzer Grünen üben Kritik: „Der viergleisige Ausbau zwischen dem Hauptbahnhof und Kleinmünchen ist ein zentraler Schlüssel, um die bestehenden Verkehrsprobleme im Linzer Süden zu lösen. Dennoch wird die Stadt nun erneut vertröstet“, so Klubobmann Helge Langer. „Die Bundesregierung darf nicht zum Bremsklotz für diesen so dringend notwendigen Ausbau des Schienennetzes und somit für eine bessere Öffi-Verbindung zwischen dem Linzer Süden und der Innenstadt werden.“


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