Linzer Sportförderrichtlinie: Weg wird kürzer und klarer
LINZ. Die Stadt Linz überarbeitet ihre Sportförderrichtlinie. Der Entwurf sei nach circa einjähriger Bearbeitung schon weit fortgeschritten, es fehlt noch ein Beschluss der Neufassung im Gemeinderat.

Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ), die für das Ressort Sport verantwortlich ist, betont: „Unsere Vereine leisten Enormes — und sie leisten es ehrenamtlich. Ihre Zeit gehört zuerst dem Training, dem Nachwuchs und den Mitgliedern, nicht dem Papierkram.“
Online-Formular leitet durch Förderansuchen
Weiter erklärt sie: „Mit der neuen Sportförderrichtlinie machen wir den Weg zur städtischen Förderung kürzer und klarer: weniger Kategorien, eine digitale Einreichung und Voraussetzungen, die man auf einen Blick versteht. Wer weiß, woran er ist, kann besser planen — und genau diese Planungssicherheit wollen wir den Vereinen geben.“
Die Förderansuchen laufen ausschließlich digital ab. Ein einheitliches Online-Formular leitet bereits schrittweise durch notwendigen Angaben und Unterlagen. Die Vereine ersparen sich dadurch Rückfragen sowie Nachreichungen.
Auch die notwendige Mitgliederanzahl wird niedriger. Kleine und junge Vereine haben so ebenfalls die Möglichkeit auf eine Förderung. Verpflichtend ist dann aber, das Stadt-Logo etwa auf der Website oder bei geförderten Veranstaltungen zu verwenden.
Nachwuchssport im Fokus
Die Sport- und Bewegungsstrategie der Stadt Linz wird für die Förderung verbindlich. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei unter anderem die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Mädchen am Sport sowie der Inklusionssport.
Im Fokus liegt der Nachwuchssport und das Ziel, Linz als Kindersporthauptstadt von Österreich zu etablieren. Dass die Mitgliedsbeiträge vereinfacht werden, soll dazu beitragen: Statt drei gestaffelte Beiträge für Kinder, Erwachsene und Familien, kommt ein Mindestbeitrag für Erwachsene. Die Kinder und Jugendliche zahlen keine Beiträge, die Förderfähigkeit der Vereine bleibt aber.
„Denn jede Förderung, die bei einem Verein ankommt, kommt letztlich dort an, wo sie hingehört: bei den Kindern auf dem Spielfeld, in der Halle und im Becken“, so Leitner.








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