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Hund 14 Tage alleine in der Wohnung zurückgelassen

Sabrina Reiter, 27.03.2019 08:23

LOCHEN. Eine Hundehalterin aus Neumarkt am Wallersee, im angrenzenden Salzburg, ließ ihre Mischlingshündin unversorgt in der Wohnung zurück - laut Nachbarn 14 Tage lang. Die Pfotenhilfe Lochen befreite das Tier aus seiner Lage. Aufgrund eines Leberturmors kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Foto: Pfotenhilfe
Foto: Pfotenhilfe

Als die Tierretter der Pfotenhilfe kürzlich von der Polizei zu einer Wohnung in Neumarkt am Wallersee (Salzburg) gerufen wurden, mussten sie sich fast übergeben. Sie war von Hundefäkalien übersäht und mitten darin lag völlig apathisch die extrem verwahrloste, abgemagerte Mischlingshündin Lucy. Laut Nachbarn sei sie bis zu 14 Tage unversorgt im Stich gelassen worden. Das arme Tier war mit Kot und Urin verklebt und wollte minutenlang nicht mehr aufhören Wasser zu trinken.

Bauchraum mit Blut gefüllt

Nach einer sofortigen Untersuchung in der Tierklinik, bei der sehr viel Flüssigkeit im Bauchraum und der Verdacht auf einen Lebertumor diagnostiziert wurde, entschied man sich für das umgehende Öffnen der Bauchdecke. Diese war bereits mit Blut gefüllt, weshalb sie nicht mehr aus der Narkose zurückgeholt sondern gleich erlöst wurde.

Bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe

„Tierhalter und das durch sie verursachte extreme Leid sind manchmal wirklich schwer zu ertragen“, klagt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler, die ihre Tränen nicht verbergen kann: „Diese wahnsinnig liebe, extrem gutmütige Hündin hätte ein schönes Leben verdient. Es ist mir unbegreiflich, wie Menschen so verrohen können, dass sie Tiere langsam und qualvoll in ihren eigenen Exkrementen verdursten und verhungern lassen.“ Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe zeigt die Halterin nun nach §222 Strafgesetzbuch wegen Tierquälerei an, für den ein Strafrahmen von zwei Jahren Freiheitsstrafe vorgesehen ist.


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Tino
Tino
28.03.2019 15:53

Tierschutz 14 Tage unversorgt in der Wohnung

Solche dämlichen Kreaturen gehören ebenfalls 14Tage ohne Verpflegung in der eigenen Sch.... liegend irgendwo weggesperrt! Danach 2 Tage Prügelstrafe! Wie krank muss ein Mensch sein der einem Tier so etwas antut! Ich wünsche diesem Miststück für den Rest ihres Lebens die Hölle auf Erden!

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Anny
Anny
28.03.2019 09:47

Hund 14 Tage alleine in Wohnung

Das Problem unserer Gesellschaft ist - neben den zu milden Strafen und der mangelnden Disziplin, diese auch umzusetzen - unter anderem die fehlende Bewusstmachung solcher Gräueltaten. Welchen Schmerz, welches Leid sie verursachen. Empathie ist leider Mangelware in der heutigen Zeit, dabei sollte sie an jeder Schule, jedem Kindergarten gelehrt und gefördert werden - wenn schon die Erziehungsberechtigten nichts tun. Gemeinsam gegen die Verrohung der Menschheit ist die Devise.

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Evi
Evi
27.03.2019 15:52

Tierschutz 14 Tage unversorgt in der Wohnung

Was ich nicht verstehe,warum haben die Nachbarn erst nach 14 Tagen reagiert?Hätte man es eher gemeldet,wäre die Hündin viell. noch zu retten gewesen!meiner Meinung nach müsste mann die Leute wegen unterlassener Hilfeleistung ebenfalls bestrafen!

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Heidy
Heidy
27.03.2019 13:30

Tierschutz 14 Tage unversorgt in der Wohnung

Ich finde die Strafen für solche Greueltaten können nicht hoch genug sein. In meinen Augen ist das Mord auf Raten und gilt für Tier und Mensch. Einsperren bei Wasser und Brot.