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MARCHTRENK. Das ganze Jahr über pflegt das Schwarze Kreuz fürsorglich den Soldatenfriedhof in Marchtrenk. Alljährlich findet auch eine Gedenkfeier statt.

  1 / 2   Schrangl (v. l.), Barthou, Initiator Gerhard Hubmer (Obmann Marchtrenker Museumsverein) und Egorkin mit dem Ölbild aus dem Jahr 1915 Foto: ÖSK

Im 1. Weltkrieg war die Stadt ein riesiges Kriegsgefangenenlager mit bis zu 35.000 internierten Italienern und Russen. Der Lagerfriedhof erinnert heute noch an diese Zeit und an die 1.879 Soldaten, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Zur Erinnerung an die hier bestatteten Soldaten wurde diese auch heuer mit einer feierlichen Zeremonie durch die Teilnahme des serbischen Konsuls in Salzburg Nikola Marković und des Vertreters der Russischen Botschaft, dem stellvertretenden Verteidigungsattache Oberst Mihail Egorkin, durchgeführt.

Viele Kerzen entzündet

Als Höhepunkt wurde von Käthe Schrangl das Ölbild einer Madonna, gemalt 1915 von einem russischen Kriegsgefangenen, präsentiert. Damit konnte gezielt auf den hohen Standard im Kriegsgefangenenlager hingewiesen werden, der sinnvolle Freizeitbeschäftigungen gefördert hat. Geschlossen wurde mit einem Appell an den Frieden und „Nie wieder Krieg!“. Symbolträchtig dafür zündeten die Teilnehmer am Gedenkakt Kerzen bei den einzelnen Soldatengräbern an.


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