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MATTIGHOFEN. Schon seit Jahren diskutiert der Gemeinderat über den Kauf eines Grünlandes nahe der Hauptschulen. Jetzt scheint sich das Thema erledigt zu haben, denn es gibt einen neuen Käufer. Dieser ersuchte um Umwidmung auf Bauland und der Gemeinderat stimmte der Einleitung des Verfahrens zu.

Imagefoto:Wodicka
Imagefoto:Wodicka

Seit Jahren bietet die Liegenschaft Vogl der Gemeinde ein Grundstück neben den Hauptschulen an, bisher vergeblich. Die Gemeinde ist nicht an der ganzen Fläche, sondern nur an einem Teil davon, dem Filetstück, interessiert. Jetzt fand die Liegenschaft einen neuen potentiellen Käufer, der um Umwidmung des Grünlandes auf Bauland ansuchte, um dort Wohnungen errichten zu können. Er würde bei positivem Ausgang und im Falle des Kaufes auch die Anschlussgebühren übernehmen sowie der Gemeinde das gewünschte Teilgrundstück zu einem angemessenen Mischpreis überlassen, berichtete Vizebürgermeisterin Judith Konopa (SPÖ), Vorsitzende des Bauausschusses.

Kritik an Umwidmung

Dieses Versprechen sei nicht oder nur in unzureichender Form schriftlich festgehalten, kritisierte vor allem das BfM. Man müsse die Konsequenzen der Umwidmung zuerst klären, betonte Fraktionsvorsitzende Sonja Löffler und ergänzte: „Wir dürfen jetzt nicht den Grund aus der Hand geben und uns Entwicklungschancen vergeigen.“ Immerhin habe Mattighofen nur fünf Quadratkilometer Fläche. Auch Thomas Panholzer (ÖVP) ermahnte die Gemeinde dazu, vorausschauender zu denken, besonders in Hinblick auf einen geplanten Sportplatz oder eine mögliche Schulerweiterung. Auch ein sozialer Wohnbau wäre dort möglich. Zudem sei der Rückkauf des Filetstücks für den Sportplatz ein schlechtes Geschäft für die Gemeinde, betonte Löffler. Vor Jahren hätte die Gemeinde noch rund 730.000 Euro für das gesamte Grundstück gezahlt, jetzt wären es über 400.000 Euro nur für das Teilstück. Dazu komme noch die Wertsteigerung, die das Grundstück durch die Umwidmung erhält. Von einer Umwidmung wollte auch Gemeinderätin Hermine Ebner (ÖVP) lieber absehen: „Wir sind schon sehr dicht besiedelt. Gerade in der Nähe der Schulen und des Altersheimes wäre es wichtig, Grünflächen zu erhalten.“

Verpasste Chance

Heute gehe es erst mal nur um die Einleitung des Umwidmungsverfahrens, beschwichtigte Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer (SPÖ), das Land müsse ohnehin erst prüfen. Auch die Möglichkeit eines Kaufes durch die Gemeinde sei so gut wie vom Tisch, denn es gäbe bereits einen Vorvertrag mit dem neuen Interessenten, ließ Konopa die Bombe platzen. Ein Antrag von Löffler, dass sich die Gemeinde in die Kaufverhandlungen einklinken soll, wurde mehrheitlich abgelehnt. Bei der Abstimmung zur Umwidmung setzten sich schließlich SPÖ und FPÖ mit einer Stimme Mehrheit durch. Das Verfahren wird eingeleitet.


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