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MATTIGHOFEN/LOCHEN. Ein Schwan verschluckte eine Schnur mitsamt Angelhaken und konnte nicht mehr ordentlich fressen. Eine Spaziergängerin meldete ihre Beobachtungen an Mitarbeiter der Pfotenhilfe Lochen, die den Schwan nach zehn Tagen schlussendlich von dem Haken befreien konnten.

Nach etlichen Tagen ließ sich der Vogel von Mitarbeitern der Pfotenhilfe einfangen und von dem gefährlichen Angelhaken befreien. Foto: Pfotenhilfe/Sonja Müller

In einem Teich im Stadtzentrum von Mattighofen schwamm ein Schwan, der einen Angelhaken verschluckt hatte. Da ihm die Angelschnur noch aus dem Schnabel hing, wurde eine Spaziergängerin darauf aufmerksam und meldete es über die Wildtierhotline der Pfotenhilfe Lochen. Vor Ort zeigte sich, dass der Schwan zwar um Futter bettelte, dieses aber aufgrund des Hakens nicht vollständig aufnehmen konnte.

Schwan ließ sich lange nicht einfangen

Die Tierrettung der Pfotenhilfe versuchte, den Vogel mit einem Fangnetz einzufangen. Das Tier flüchtete allerdings immer wieder und nach Rücksprache mit der Feuerwehr stellte sich heraus, dass diese am Vortag bereits etliche Male versucht hatten, den Schwan mit einem Netz zu fangen. Die Tierrettung änderte daraufhin ihre Taktik und rückte mit Booten auf den Teich aus. Untertags wie nachts flog der Schwan immer wieder von den Rettern davon, auch eine Annäherung an seine brütende Frau konnte ihn nicht näher locken.

Angelhaken hinterließ keine tragische Wunde

Am Dienstag, 8. Mai, gelang es der Tierrettung nach insgesamt zehn Tagen schließlich, das Tier unter einer Brücke in die Enge zu treiben und den Schwan von dem Angelhaken zu befreien.“Ich bedanke mich für die Mithilfe der besorgten Bewohner und Passanten, die uns den Fall gemeldet und teilweise auch tatkräftig geholfen haben“, sagt Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Lochen und ist froh, dass die Wunde nicht eitrig war und der Schwan gleich wieder freigelassen werden konnte. „Gleichzeitig bin ich bestürzt über so verantwortungslose Angler, die ihre abgerissenen Angelschnüre einfach zurücklassen. Immer wieder erreichen uns Meldungen über Angelhaken, die sich durch Schnäbel oder andere Körperteile bohren“, erzählt Stadler.

Die Pfotenhilfe-Wildtierhotline ist unter 0677/61425226 rund um die Uhr offen und hat in den letzten Wochen zahlreiche Anfragen beantwortet und dutzenden Wildtierwaisen das Leben gerettet.


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