Diesel-Debatte: Viele Autofahrer sind verunsichert
BRAUNAU/MATTIGHOFEN. Die derzeitige Debatte um Diesel-Fahrzeuge sorgt für Verunsicherung bei vielen Autofahrern. Die ÖAMTC-Stützpunkte Braunau und Mattighofen berichten von gehäuften Anfragen, können jedoch beruhigen.

Manipulationen, Fahrverbote und Skandale sorgen derzeit für große Unsicherheit bei den Autofahrern. Besonders häufig melden sich derzeit Besitzer von Diesel-Fahrzeugen beim ÖAMTC und suchen nach objektiven Informationen. Soll ich mein Fahrzeug verkaufen? Darf es beim neuen Auto noch ein Diesel sein? Welchen Antrieb empfehlen Sie mir? „Diese Fragen werden derzeit sehr oft gestellt“, berichtet der Leiter des ÖAMTC-Stützpunktes Mattighofen Hannes Schmidhuber. Er rät von einem überhasteten Verkauf des Diesel-Fahrzeugs grundsätzlich ab und empfiehlt, das eigene Fahrverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen: „Für Langstrecken- oder Vielfahrer kann der Diesel nach wie vor die bessere Lösung sein. Jene, die nur kurze Strecken und wenige Kilometer zurücklegen, sind mit einem Benzin-, Erdgas- oder E-Fahrzeug besser beraten.“
Potentielle Alternativen
Noch sehen Kritiker bei letzteren vor allem die zu geringe Reichweite und die verbesserungswürdige Ladestruktur, doch Schmidhuber ist überzeugt, dass sich im Bereich der E-Mobilität in den nächsten Jahren noch viel verbessern wird. Auch der schlechte Ruf von Erdgas-Fahrzeugen ist für ihn nicht nachvollziehbar: „Die Autos seien zu unsicher und dürfen in vielen Tiefgaragen nicht abgestellt werden – so lauten hier die Argumente. Beides ist schlichtweg falsch.“


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