Junger Iraker veröffentlicht Buch über seine Flucht nach Österreich
BRAUNAU/MAUERKIRCHEN. Der junge Iraker Nashwan Albayati kam als Asylwerber nach Mauerkirchen. Im Herbst 2016 begann er, seine Geschichte aufzuschreiben. Sein Buch „Todesangst – Mein Weg nach Europa“ präsentiert er bei seiner Lesung am 7. März in Braunau.

Nashwan Albayati gehört der Minderheit der Sunniten an und flüchtete im Herbst 2015 aus seiner Heimat im Irak. Er fand Zuflucht beim Diakoniewerk in Mauerkirchen, wo er auf einen positiven Asylbescheid und die Erlaubnis, in Österreich arbeiten zu können, wartete. „Ich durfte in der Zwischenzeit nicht arbeiten, wollte aber aktiv sein“, erinnert er sich an die erste Idee, ein Buch zu schreiben. Nach nur einem Jahr Aufenthalt in Österreich begann Albayati, seine Geschichte auf arabisch niederzuschreiben.
Zusammen mit seiner Freundin und seinem Deutschlehrer Karl-Heinz Rathke übersetzte er das fertige Buch ins Deutsche. „Das war eine sehr gute Übung für mich und es war ein unheimlich tolles Gefühl, das Buch dann in der Hand zu halten“, erzählt Albayati. Das Werk entstand aus der Motivation heraus, ein Bild vom Krieg im Irak zu vermitteln und erschien im Innsalz-Verlag mit Sitz in Aspach. „Die Österreicher wissen nicht, was in meinem Land passiert. Die Medien berichten nicht davon, also habe ich meine Geschichte aufgeschrieben“, sagt der 27-jährige Buchautor, der vor kurzem nach Linz umgezogen ist, um mit dem Masterstudium in Management and Applied Economics einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
Am Mittwoch, 7. März, präsentiert er sein Buch „Todesangst – Mein Weg nach Europa“ bei einer Lesung um 19 Uhr im Stögerstadel (ehemalige Musikschule) in Braunau.


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