Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MAUTHAUSEN. Als wahrer Renner der Kulturgenusstage im Donaumarkt Mauthausen entpuppte sich der Rundgang zu verborgenen Plätzen und stillen Orten. Mehr als 300 Besucher machten sich auf den Weg, um ein für sie unbekanntes Mauthausen zu entdecken.  

Vom Fenster der Turmstube aus achtete seinerzeit der Turmwächter auf den geregelten Verkehr des Kirchenberges.

Die Besucher wurden musikalisch vom Singkreis empfangen und strömten im Anschluss zu sieben Stationen aus. Ohne Höhenangst wurde der 60 Meter hohe Turm der Pfarrkirche bestiegen. Die Besucherzahl übertrafen bei weitem die Erwartungen des Veranstalters. „Wir hatten mit einem Drittel davon gerechnet. Nachdem in der Tips unsere Veranstaltung beworben wurde, haben sich die Anmeldungen unglaublich gesteigert“, sagte Karl Heinz Sigl, Obmann des Museums- und Heimatvereines. Der Weg führte weiter zu einem sakralen Baudenkmal von internationaler Bedeutung: dem Karner mit seinen Fresken. Dabei gab es auch die Gelegenheit, einen Blick in das Beinhaus im Untergeschoß zu werfen.

Themenrundgang im historischen Ortskern

Geöffnet war an diesem Tag auch die Gruft des Familienunternehmens Poschacher, des 1839 gegründeten, größten Granitproduzenten der Monarchie. An der vierten Station – der Stube des Turmwärters im Salzturm an der alten Salzstraße – wurden die Besucher musikalisch von einem Bläserensemble der Marktmusik begrüßt. Anzutreffen war hier Erich Hinterdorfer, der am Vorabend mit der Danube Connection Big Band ein umjubeltes Open-Air Konzert mit Musik von Ella Fitzgerald feierte. Weiter ging es den Kirchenberg hinunter zu seltenen Wandmalereien im ehemaligen „Holzhaider-Haus“ der Familie Brixner. In der Werkstatt des Restaurators Georg Seyer werden antike Kostbarkeiten in den Originalzustand gebracht. Wie das geht, führten er und seine Mitarbeiter anschaulich vor Augen. An der letzten Attraktion angekommen, ging es die Stufen hoch im Wahrzeichen von Mauthausen, dem Museumsschloss Pragstein. Flötenklänge begleiteten den Besucher beim Aufstieg zum Dachboden. Dort wartete bereits Karl Heinz Sigl, Organisator des Themenrundganges. Er faszinierte die Besucher mit Erzählungen geschichtlicher Details rund um das ehemaligen Wasserschloss und seinen Erbauer Laßla von Prag.  

Mehr Fotos finden Sie in der Bildergalerie.

  


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden